Russland setzt den Krieg gegen die Ukraine fort, doch Putin gerät immer mehr unter Druck. Immer mehr Unternehmen beteiligen sich an den Sanktionen gegen Moskau. Als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt boykottieren zahlreiche Unternehmen Russland und zeigen so ihre Solidarität mit der Ukraine. (…) Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, stellt der Streaminganbieter Netflix seinen Service in Russland ein, um gegen die Invasion der Ukraine zu protestieren. Zuvor hatte das Unternehmen bereits bekannt gegeben, dass alle künftigen Projekte in Russland pausiert würden. +++ 20.15 Uhr: Nach Visa und Mastercard stellt auch American Express sein Geschäft mit Kreditkarten in Russland vorläufig ein – damit sind die drei größten Kreditkartenanbieter in Russland nicht mehr verfügbar. Die Maßnahme von American Express soll Unternehmensangaben zufolge auch für Belarus geben. Kunden, die mit in Russland ausgestellten Kreditkarten der drei großen Firmen zahlen wollen, können das nur noch in Russland. Kreditkarten, die nicht in Russland ausgestellt wurden, sollen in Russland nicht mehr funktionieren. Die Social-Media-Plattform Tiktok schränkt ihren Dienst in Russland ein, da nach einer Gesetzesänderung Gefängnisstrafen für Äußerungen drohen, die von der offiziellen Darstellung des Krieges in der Ukraine abweichen. Man habe angesichts der neuen Gesetzeslage keine Wahl, schrieb Tiktok. Nutzer in Russland werden nicht mehr live streamen und keine neuen Inhalte mehr hochladen können. Russland kündigte bereits an, Facebook komplett zu blockieren, der Zugang zu Twitter wird eingeschränkt.
siehe auch: „Grundlose Invasion in der Ukraine“ – Visa, Mastercard und American Express stellen Russland-Geschäft ein. Die weltgrößten Kreditkartenanbieter suspendieren ihre Geschäfte mit Russland. Damit sind etwa Einkäufe in den meisten Online-Shops nicht mehr möglich. Wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine setzen die US-Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express ihre Geschäfte mit Russland aus. Visa werde mit Kunden und Partnern in Russland zusammenarbeiten, „um alle Visa-Transaktionen in den kommenden Tagen einzustellen“, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Danach würden in Russland ausgestellte Karten nicht mehr im Ausland funktionieren. Kreditkarten, die von Finanzinstituten außerhalb des Landes ausgestellt wurden, könnten in Russland nicht mehr eingesetzt werden. Mastercard kündigte identische Schritte an. (…) Von der russischen Zentralbank hieß es in einer Mitteilung am Samstag: alle von russischen Banken ausgestellten Visa- und Mastercard-Karten funktionierten in Russland bis zu ihrem Ablaufdatum weiter. Ihre Verwendung werde im nationalen Zahlungskartensystem verarbeitet, die Sanktionen beträfen diese nicht. Inhaber derartiger Karten könnten weiter an Bankautomaten Geld im Land abheben und damit in Russland bezahlen. Grenzüberschreitende Transaktionen seien nicht möglich, etwa Einkäufe in ausländischen Online-Shops oder die Verwendung der Karten im Ausland. Visa und Mastercard teilten den Schritt am Samstag mit. Am Sonntag zog mit American Express der drittgrößte Kreditkartenanbieter der Welt nach. „Angesichts des anhaltenden, ungerechtfertigten Angriffs Russlands auf das ukrainische Volk stellt American Express alle Aktivitäten in Russland ein“, teilte das Unternehmen in New York mit. Die Maßnahme gelte auch für Belarus.
