Mit einem bundesweiten Protesttag will die Fridays for Future-Bewegung heute noch einmal lautstark für ihre Anliegen demonstrieren – zwei Tage vor der Wahl. Mit dabei: Aktivistin Greta Thunberg. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat die Klimaschutzbewegung Fridays für Future noch mal einen ganz großen Auftritt. Geplant ist ein globaler Klimastreik – auch in über 300 deutschen Städten. Allein in NRW wurden über 70 Aktionen organisiert. Auch die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die die weltweite Klimaschutzbewegung inspirierte, mischt beim Klimastreik in Deutschland mit und wird heute in Berlin dabei sein. In einer Videobotschaft an ihre Anhänger sagte Thunberg, der Wandel werde nicht von den Politikern gemacht, sondern von den Menschen auf der Straße, die den Klimaschutz fordern. (…) Fridays for Future wirft der Bundesregierung vor, bislang zu wenig getan zu haben, um die Erderwärmung mit ihren Folgen zu stoppen. Zentrale Forderung ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens eineinhalb Grad Celsius, was dem Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 entspricht. Dazu soll der Ausstoß von Treibhausgasen so schnell wie möglich gesenkt werden. “Bis jetzt hat die Politik es geschafft, unsere Forderungen konsequent zu ignorieren”, schreiben die Aktivisten auf ihrer Homepage. Und während Umweltschutzministerin Svenja Schulze der FFF-Bewegung attestiert, mehr erreicht zu haben, als sie glaubt, kritisiert Klimaaktivistin Luisa Neubauer den Bundestagswahlkampf. “Dieser Wahlkampf hat mir keine Hoffnung gemacht, dass die Krise überparteilich als das gesehen wird, was sie ist”, sagt Neubauer auf Twitter.

via wdr: Fridays for Future: Weltweiter Klimastreik in hunderten Städten

siehe auch: Fridays for Future rüstet sich für Klimastreik vor der Wahl – Greta Thunberg vor Reichstag. Deutschland beteiligt sich an dem internationalen Aktionstag für mehr Klimaschutz. Rund 20.000 Aktivisten werden allein in Berlin erwartet. Auch die schwedische Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, will in die Hauptstadt reisen. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future will mit vielen Tausend Menschen an diesem Freitag (12 Uhr) vor der Bundestagswahl demonstrieren. Die 18-jährige schwedische Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, will dabei vor dem Reichstagsgebäude in Berlin eine Rede halten. Zu der Berliner Demonstration „Alle fürs Klima“ sind 20.000 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet. In großen Städten wie Hamburg, München oder Stuttgart sind ebenfalls größere Kundgebungen angesagt; Fridays for Future ruft am Freitag zu Klimastreiks in ganz Österreich auf. Es ist die achte Auflage der weltweiten Klimaproteste. In allen Bundesländern finden Demos statt. In Wien protestieren Aktivisten seit Donnerstag vor dem Büro des Bürgermeisters. Die österreichischen Fridays-for-Future-Bewegungen rufen für Freitag zur Teilnahme an der achten Auflage des weltweiten Klimastreiks auf. In Wien beginnt die Aktion nach dem “Sommer der Klimakatastrophen” um 12 Uhr auf dem Praterstern und führt anschließend über den Ring zum Heldenplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Auch in den anderen Bundesländern wird wieder für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. “Setzen wir die Politik am Freitag gemeinsam unter Druck!”, lautete der Aufruf der Aktivistin Paula Dorten. Gefordert wird eine realistische Antwort auf die drohende Klimakatastrophe. Insgesamt nehmen in Wien über 100 Organisationen, Gewerkschaften und Initiativen am Klimastreik teil, neben den bekannten Umweltschutz-NGOs auch das Rote Kreuz, die Plattform für menschliche Asylpolitik und die Gewerkschaft ÖGB. In der Bundeshauptstadt wartet auch ein Impfbus. Von 11 bis 20 Uhr kann man sich hinter dem Kunsthistorischen Museum ohne Anmeldung gegen das Coronavirus impfen lassen. Gang im Rathaus nach wie vor besetzt. Begonnen hat der Protest in Wien bereits am Donnerstagmorgen. Seither besetzen Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace den Gang vor dem Büro des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ) und haben ein zehn Meter langes Banner mit der Aufschrift “Lobau bleibt” an der Fassade des Rathauses gespannt. Sie fordern den sofortigen Stopp des Lobautunnel-Projekts und der geplanten Stadtstraße Aspern. “Bürgermeister Ludwig soll aufhören den Kopf in den Sand zu stecken und die Wissenschaft und den Willen der Menschen zu ignorieren. Eine Autobahn führt immer zu mehr, nie zu weniger Verkehr. Für die Menschen in der Donaustadt braucht es eine Verkehrslösung – eine Autobahn ist das aber nicht”, sagt Greenpeace-Sprecherin Klara Maria Schenk.

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