Die rechtsextremistische Partei “Der III. Weg” hetzte am Rande des ersten CSD in Olpe. Einer Rollstuhlfahrerin wurde eine Regenbogenflagge entrissen, eine andere Flagge missbrauchten die Nazis als Wischmob. In Olpe in Nordrhein-Westfalen haben Neonazis der Partei “Der III. Weg” den lokalen Christopher Street Day gestört. Am vergangenen Sonntag waren 300 Demonstrant*innen mit Regenbogenfahnen und Schildern erstmals durch die nahe Siegen gelegene Kleinstadt gezogen. Im Anschluss fand ein Bühnenprogramm auf dem Olper Marktplatz statt. Die teilweise uniformiert auftretenden Nazis postierten sich am Rande der Wegstrecke und trugen LGBTI-feindliche Plakate, Fahnen sowie ein großes Transparent mit der Aufschrift “Mann + Frau + Kinder = Familie”. Außerdem war der rechte Youtube-Aktivist Nikolai Nehrling anwesend, der ohne Mund-Nasen-Schutz teilweise innerhalb der CSD-Versammlung filmte. In dem Stream sind in etwa 15 Neonazis zu erkennen In Siegen in Nordrhein-Westfalen befindet sich ein “Stützpunkt” der Partei, die ansonsten eher im Süden und Osten der Republik ihre Hochburgen hat. Im Norden und Westen ist eigentlich die ideologisch ähnlich ausgerichtete Neonazipartei “Die Rechte” stärker aufgestellt. In den vergangenen Jahren hatte “Der III. Weg” auch bereits Gegenproteste zu den CSDs in Siegen und Erfurt sowie zum IDAHOBIT in Kahla organisiert (queer.de berichtete).
“Volkslehrer” provozierte, CSD wehrte sich gegen Nazis. Der in rechten Kreisen als “Volkslehrer” bekannte, rechtsradikale und antisemitische Videoblogger Nikolai Nehrling begleitete den CSD Olpe mit einem Livestream, in dem er abwertend über die Veranstaltung redete, die Demonstrantinnen kommentierte und vor allem junge Teilnehmerinnen auch vor die Kamera holte.

via queer: Neonazis belästigten CSD in Olpe

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