Die Aufbauarbeiten der Hochwasserkatastrophe im Westen laufen auf Hochtouren. Jetzt wird bekannt, dass Corona Leugner und Neonazis sich vor Ort als Helfer ausgeben – ohne Absprache mit den Behörden. Die Polizei hat vor falschen Durchsagen im Katastrophengebiet im Norden von Rheinland-Pfalz gewarnt. Es lägen Informationen vor, wonach dort Fahrzeuge mit Lautsprechern unterwegs seien, die polizeilichen Einsatzfahrzeugen ähnelten, teilte die Polizei in Koblenz am Dienstag mit. Damit wird die Falschinformation verbreitet, dass die Zahl der Einsatzkräfte verringert wird. (…) Die Fahrzeuge gehören laut Redaktionsnetzwerk Deutschland zu der Querdenker Bewegung. Da die Besucherzahlen der Corona Demos rückläufig sind, stürzt dich die Gruppierung scheinbar auf die nächste Katastrophe – ohne Billigung der Behörden. Die Querdenker wollen dabei angeblich eigene “Leitstellen” einrichten, zudem soll von den Corona-Leugnern ein Kinderbetreuungszentrum mit speziellen Coaches auf die Beine gestellt werden. Auch eine “Einsatzleitstelle der Friedens- und Freiheitsbewegung” soll im stark betroffenen Ahrweiler aufgebaut werden.
Der Verschwörungstheoretiker Bodo Schiffmann sammelte zudem fast 400.000 Euro auf sein privates Konto ein. Das Geld soll Opfern der Überschwemmungen zugute kommen. Bereits im Zuge der Corona Krise hatte Schiffmann zu Spenden aufgerufen, damals behielt er diese zum Teil als “private Schenkungen”. Gegen Schiffmann wird derzeit wegen falschen Maskenattesten und Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Auch Neonazis mischen sich unter die Helfer der Flutkatastrophe. So sendet der rechtsextreme Holocaustleugner und Blogger Nikolai Nerling aus einer der eingerichteten “Leitstellen” in einer Grundschule und weist seine Gefolgschaft an, nur nachts in die Krisengebiete zu kommen, um die Sicherheitskräfte zu umgehen.
via nordbayern: Warnung vor falschen Durchsagen – Querdenker geben sich in Krisengebieten als Polizei aus