Nach CORRECTIV-Recherche: #HansimGlück und #Pottsalat trennen sich von Gesellschafter – #HansChristianLimmer

Zwei Restaurantketten trennen sich von Gesellschafter Hans-Christian Limmer. Hintergrund ist eine CORRECTIV-Recherche, die Limmer in Verbindung mit einem Geheimtreffen von Rechtsextremisten auch unter Beteiligung namhafter AfD-Mitglieder gebracht hat. Die Restaurantkette Hans im Glück trennt sich von Gesellschafter Dr. Hans-Christian Limmer. Hintergrund ist eine CORRECTIV-Recherche, die Limmer in Verbindung mit einem Geheimtreffen von Rechtsextremisten auch unter Beteiligung namhafter AfD-Mitglieder gebracht hat. Die Teilnehmer hatten dort vergangenen November Pläne für eine massenhafte Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland besprochen. Hans im Glück antwortete auf unsere Anfrage, der Inhaberkreis und das Team seien „zutiefst schockiert über die erhobenen Vorwürfe.“ Sie distanzierten sich „klar von rechtsextremen Ansichten, sie stellen das genaue Gegenteil unserer Grundwerte dar.“ (…) Auch die Kette Pottsalat, in die Limmer investiert ist, trennte sich von dem Geldgeber. „Uns hat die Berichterstattung gestern morgen überrollt. Ganz klar distanzieren wir uns von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“, teilte das Unternehmen CORRECTIV am Donnerstag mit. Auf Nachfrage erklärte das Unternehmen, Limmer habe die Trennung angeboten, weshalb die schnelle Reaktion möglich gewesen sei. Das Unternehmen änderte schon am Mittwoch sein Firmenlogo und zeigte dort ein durchgestrichenes Hakenkreuz. (…) Zum Hintergrund: Hans-Christian Limmer selbst war auf dem Geheimtreffen nicht anwesend, gehörte aber zu denjenigen Personen, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Gegenüber CORRECTIV bestritt er das nicht, gab aber an, weder Programmverantwortlicher noch Organisator zu sein. Zu seiner konkreten Rolle und der Frage, warum sich sein Name unter den Einladungen befand, gab er CORRECTIV keine Auskunft.

via correctiv: Nach CORRECTIV-Recherche: Hans im Glück und Pottsalat trennen sich von Gesellschafter

siehe auch: Wegen AfD-Geheimtreffens: Unternehmen Hans im Glück und Pottsalat trennen sich von Mitgesellschafter Limmer. Der Unternehmer Hans-Christian Limmer soll ein Geheimtreffen zwischen AfD-Vertretern und der rechtsextremen Identitären Bewegung organisiert haben – das hat Konsequenzen. Die Unternehmen Pottsalat und Hans im Glück trennen sich von ihrem Mitgesellschafter. Die Unternehmen Hans im Glück (Fast-Food-Kette) und Pottsalat (Salat-Lieferdienst) haben sich beide von Mitgesellschafter Hans-Christian Limmer getrennt. Grund ist, dass Limmer offenbar ein Treffen von AfD-Politikern, Rechtsextremisten und Unternehmern bei Potsdam im vergangenen November mitorganisiert haben soll. Das legt die Veröffentlichung des Recherchenetzwerkes “Correctiv” nahe. Limmer bestreitet nicht, das Treffen in einem Hotel am Lehnitzsee mitorganisiert zu haben. Er behauptet aber, nicht dabei gewesen zu sein. In ihren Pressemitteilungen betonten die Unternehmen, dass die politische Einstellung Limmers ihren Werten widerspreche. “Wir leben Diversität und Vielfalt, seit wir Pottsalat gegründet haben”, schreibt der Lieferdienst in einer Pressemitteilung. Und Hans im Glück stellte klar, dass das gesamte Team “zutiefst schockiert über diese Vorwürfe” sei und betonte dass “wir uns klar von rechtsextremen Ansichten” distanzieren, “sie stellen das genaue Gegenteil unserer Grundwerte dar”.

Rechtsextreme nutzen Bauernproteste für ihre Zwecke: Der Kampf um die Bilder

Die Wut der Bauern richtet sich gegen die Regierung, doch Rechtsextreme nutzen die Proteste für ihre Zwecke. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart eine gefährliche Dynamik. Landwirte aus ganz Deutschland protestieren mit ihren Traktoren und LKWs gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Eine junge Landwirtin, die an den Protesten teilnimmt, äußert, dass sich die Bauern nicht nur von der Ampel-Koalition, sondern auch von der Gesellschaft vernachlässigt fühlen. Obwohl die Empörung der Landwirte auch gegen die Konsumenten gerichtet ist, ist dies bei den Protesten kaum zu spüren. Stattdessen stehen die Kürzungspläne der Bundesregierung für den Agrardiesel im Fokus. Bei einigen Bauern-Demonstrationen hängt die Ampel am Galgen – ein Symbol, das auch von Rechtsextremen verwendet wird. Sie infiltrieren die Proteste landesweit – und das nicht nur auf der Straße. (…) Denn auch abseits der Straße nutzen Rechte die Bauernproteste für ihre Zwecke. Kommunikationsberater Hillje verweist auf X (ehemals Twitter) und bei BuzzFeed News Deutschland auf das Profil @bauernprotest. Dieses existiert erst seit Januar 2024, hat aber bereits über 600 Follower. Das Profil- und Titelbild von @bauernprotest wirkt idyllisch. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass es von einer KI generiert wurde, ähnlich wie diese zehn Bilder von deutschen Politikern. Laut Hillje steht hinter dem Account das sogenannte „Filmkunstkollektiv“, eine rechtsextreme Propagandafabrik, die rechtsextreme Medieninhalte, insbesondere Videos und Bilder, produziert. Das „Filmkunstkollektiv“ wurde von Aktivisten der Identitären Bewegung gegründet, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, so der Politikwissenschaftler. „Der Verein steht beispielhaft für die Professionalisierung der PR- und Medienarbeit der rechtsextremen Szene.“ Während der Corona-Pandemie habe er ebenfalls versucht, die Proteste zu infiltrieren. „Die Bauernproteste sind auch ein Kampf um die Bilder“ Besonders besorgniserregend: Der Verein habe erkannt, dass die Kontrolle über die öffentliche Meinung heutzutage von der Kontrolle über die Bilder abhängt. „Die Bauernproteste sind auch ein Kampf um die Bilder. Bilder sind ein strategisches Einfallstor für rechtsextreme Medienmacher“, sagt Hillje. Mit diesen verbreitet der Verein auf Social Media seine Sicht auf die Proteste. „Ästhetik und Stil der Bilder vermitteln eine Umsturzstimmung.“

via fr: Rechtsextreme nutzen Bauernproteste für ihre Zwecke: Der Kampf um die Bilder

#Geheimplan gegen #Deutschland

Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland. In den hell erleuchteten Speisesaal eines Landhotels nahe Potsdam treten nach und nach gut zwei Dutzend Menschen. Manche sind Mitglied bei der AfD, ein führender Kopf der Identitären Bewegung ist dabei. Manche sind Burschenschafter, dazu Bürgertum und Mittelstand, Juristen, Politikerinnen, Unternehmer, Ärzte. Auch zwei CDU-Mitglieder sind dabei, Mitglieder der Werteunion. (…) Was dort an diesem Wochenende entworfen wird, ist ein Angriff auf die Existenz von Menschen. Und es ist nicht weniger als ein Angriff gegen die Verfassung der Bundesrepublik. (…) Viele haben persönliche Einladungen erhalten, in denen im Grunde schon alles Wichtige steht: Von einem „exklusiven Netzwerk“ ist die Rede und einer „Mindestspende“ in Höhe von 5.000 Euro, die für die Teilnahme empfohlen wird. Das Sammeln von Geld sei eine „Kernaufgabe unserer Runde“, hieß es in den Briefen des „Düsseldorfer Forums“, wie sich die Gruppe nennt. Und wie es scheint, verfolgt sie dieses Ziel: Spenden sammeln von Vermögenden und Unternehmern, die im Geheimen rechtsextreme Bündnisse fördern möchten. „Es bedarf Patrioten, die aktiv etwas tun und Persönlichkeiten, die diese Aktivitäten finanziell unterstützen“, heißt es in der Einladung. Vor Ort bei dem Treffen in der Villa würden die Organisatoren ein „neutrales Konto“ bekanntgeben, der Betrag könne auch bar gezahlt werden. (…) Aber wofür soll gespendet werden? Einen ersten Hinweis darauf gibt es in der Einladung, unterschrieben von den Organisatoren Mörig, dem Zahnarzt, und Limmer, dem ehemaligen Backwerk-Gesellschafter. In einem weiteren Einladungsbrief, der CORRECTIV vorliegt, schrieb Mörig: Es gebe ein „Gesamtkonzept, im Sinne eines Masterplans“. Diesen werde ein Redner vorstellen, den er stolz ankündigt: „Kein Geringerer“ als Martin Sellner werde sprechen – das langjährige Gesicht der rechtsextremen Identitären Bewegung. Wer an dem Wochenende teilnahm, wusste also, worum es gehen würde. (…) Im Grunde laufen die Gedankenspiele an diesem Tag alle auf eines hinaus: Menschen sollen aus Deutschland verdrängt werden können, wenn sie die vermeintlich falsche Hautfarbe oder Herkunft haben – und aus Sicht von Menschen wie Sellner nicht ausreichend „assimiliert“ sind. Auch wenn sie deutsche Staatsbürger sind. Es ist gegen die Existenz von Menschen in diesem Land gerichtet. Das wäre ein Angriff auf das Grundgesetz – auf das Staatsbürgerrecht und auf den Gleichheitsgrundsatz. (…) Eine Idee ist dabei auch ein „Musterstaat“ in Nordafrika. Sellner erklärt, in solch einem Gebiet könnten bis zu zwei Millionen Menschen leben. Dann habe man einen Ort, wo man Leute „hinbewegen“ könne. Dort gebe es die Möglichkeit für Ausbildungen und Sport. Und alle, die sich für Geflüchtete einsetzten, könnten auch dorthin. Was Sellner entwirft, erinnert an eine alte Idee: 1940 planten die Nationalsozialisten, vier Millionen Juden auf die Insel Madagaskar zu deportieren. Unklar ist, ob Sellner die historische Parallele im Kopf hat. Womöglich ist es auch Zufall, dass die Organisatoren gerade diese Villa für ihr konspiratives Treffen gewählt haben: Knapp acht Kilometer entfernt von dem Hotel steht das Haus der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die systematische Vernichtung der Juden koordinierten. Sellner wirft noch einen Kampfbegriff aus dem rechtsextremen Vokabular ein: die sogenannte „ethnische Wahl“. Er habe sich schon die Domain dazu gesichert. Sellner sagt: „Nicht nur, dass die Fremden hier leben. Sie wählen auch hier.“ „Ethnische Wahl“, das soll heißen, Menschen mit Migrationshintergrund würden vor allem „migrationsfreundliche“ Parteien wählen. Das bedeutet: Er delegitimiert nicht nur die Wahlen an sich, sondern macht Deutsche zu Fremden im eigenen Land. Laut Definition des Statistischen Bundesamts haben 20,2 Millionen Menschen eine „Einwanderungsgeschichte“, sind also seit 1950 selbst eingewandert oder die Kinder dieser Einwanderer. Es wird deutlich, wie die Strategien rechtsextremer Akteure und Gruppen ineinandergreifen: Sellner liefert die Ideen, die AfDler greifen sie auf und tragen sie in die Partei. Im Hintergrund kümmern sich andere um die Vernetzung, Vermögende, Mittelständler, bürgerliche Kreise, und immer drehen sich Debatten um eine Frage: Wie lässt sich eine einheitliche völkische Gemeinschaft erreichen?

via correctiv: Geheimplan gegen Deutschland

AfD streitet über Identitären-Nachfolger – Höcke gegen Unvereinbarkeitsbeschluss

Der AfD-Bundesvorstand beschließt die Abgrenzung von einer rechtsextremen Gruppe. Doch nicht alle in der Partei scheinen einverstanden zu sein. Die Debatte um einen Parteiverbotsantrag gegen die in Teilen rechtsextreme AfD flammte über den Jahreswechsel erneut auf. Parallel streiten die Partei und ihr Vorfeld über ihre Unvereinbarkeitsliste. Der Bundesvorstand, so berichtete die taz, habe einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der rechtsextremen Gruppierung „Revolte Rheinland“ beschlossen. Der Verfassungsschutz in Rheinland-Pfalz betrachtet die Gruppe als Nachfolgeorganisation der rechtsextremen Identitären Bewegung. Die Unvereinbarkeitsliste dient der AfD seit Jahren als performative Abgrenzung gegenüber den härtesten Rechtsextremisten. Die NPD, die Identitäre Bewegung und das verbotene Terrornetzwerk Combat 18 finden sich etwa darauf. Einer, der die Unvereinbarkeitsliste seit Jahren abschaffen will, ist der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke. Bereits 2019 versuchte er auf dem AfD-Parteitag einen Antrag durchzusetzen, die Liste „ersatzlos“ zu streichen, berichtete damals die Welt am Sonntag. Kurz nach dem Unvereinbarkeitsbeschluss Ende Dezember schrieb Höcke in seinem Kanal auf dem von Extremisten und Verschwörungsideologen bevorzugten Messengerdienst Telegram: „Die von außen bestimmte Distanzeritis hat uns keinen taktischen Vorteil gebracht – im Gegenteil“. Gleichzeitig empfahl er das neue Buch des österreichischen Rechtsextremen Martin Sellner. Rechtsextremes Vorfeld der AfD schäumt vor Wut Der beklagte auf der Website des als „gesichert rechtsextrem“ eingestuften sogenannten Instituts für Staatspolitik(IfS), dem Zentralorgan der Neuen Rechten in Deutschland, wie Höcke „Distanzeritis“. (…) Bemerkenswert war noch ein Bericht des völkisch-nationalistischen österreichischen Heimatkuriers. Das Propagandaorgan will das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im AfD-Bundesvorstand kennen: Dafür stimmten Bundessprecher Tino Chrupalla sowie die Bundestagsabgeordneten Roman Reusch, Marc Jongen, Peter Boehringer, Stephan Brandner und Carsten Hütter. Gegen die Listung der rechtsextremen Rheinländer auf der Unvereinbarkeitsliste stimmten demnach vier Mitglieder um Europawahlspitzenkandidaten Maximilian Krah. Der plante vergangenes Jahr einen Auftritt bei den Identitären in Österreich. Ein Sprecher der „Revolte Rheinland“ sagte dem Heimatkurier, die „Elemente“ um Chrupalla stellten „in der AfD nicht die Mehrheit“.

via fr: AfD streitet über Identitären-Nachfolger – Höcke gegen Unvereinbarkeitsbeschluss

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Bayerischer Landtag: Stelldichein von IB-Aktivisten auf AfD-Einladung

Der bayerische Landtag werde durch Raumanmietungen der AfD-Fraktion zur „neofaschistischen Veranstaltungsstätte Nr. 1 in München“, so der Fachjournalist Robert Andreasch. Auf Einladung des extrem rechten “Info-Direkt”-Magazins durch einen AfD-Abgeordneten kamen auch zahlreiche Aktivisten der Identitären Bewegung in den Landtag. Und es gibt bereits Hinweise auf die nächste Veranstaltung. Die frisch in den bayerischen Landtag gewählten völkischen AfD-Abgeordneten nutzen die Möglichkeiten des Mandats bereits vollumfänglich aus. Der Parlamentarier Franz Schmid, gleichzeitig Schatzmeister des vom Verfassungsschutz beobachteten Bundesverbandes der Jungen Alternative, lud am 15. Dezember Michael Scharfmüller vom extrem rechten Magazin „Info-Direkt“ in den Landtag ein. Schmid löse mit der Veranstaltung eine Zusage ein, „das patriotische Vorfeld aktiv zu unterstützen“, schrieb der umstrittene AfD-Mitarbeiter und gescheiterte Landtagskandidat Juri Kofner. Mit dem „Vorfeld“ meinen Teile der AfD rassistische, teils offen gesichert rechtsextreme Organisationen, die den Boden für mehr Unterstützung bereiten sollen. Die Zusammenarbeit wird seit einiger Zeit – Verfassungsschutz hin, Unvereinbarkeitserklärungen her – offen gezeigt. An den Grenzen zum Neonazismus Michael Scharfmüller passt da gut ins Portfolio. Er war laut des „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstand“ (DÖW) Führungskader eines neonazistischen Zusammenschlusses „Bund freier Jugend“ und ist inzwischen Chefredakteur und laut DÖW Gesellschafter der Verlags-GmbH. Das Magazin lote die Grenzen zum Neonazismus aus. Elemente seien ein omnipräsenter Antisemitismus, Volksgemeinschaftsdünkel, teils offen vertretenes antidemokratisches Denken mit quasi-revolutionärem Impetus. Die Veranstaltung im Maximilianeum im bayerischen Landtag zog auffallend viele Führungskader der Identitären Bewegung an, auch solche, gegen die aktuell ermittelt wird. Vor Ort war beispielsweise Annie Hunecke, Werbegesicht der Identitären Bewegung. Sie unterstützt aktiv auch das IB-nahe „Filmkunstkollekiv“ um Simon Kaupert. Bei einem früheren Gerichtsprozess spielte sie ihre Rolle herunter und kam glimpflich davon. Auf sie warten allerdings wahrscheinlich bereits neue Verfahren: Sie war Teil der Gruppe, die die Dragqueen-Lesung in Bogenhausen stören wollte. Die Polizei ermittelt hier wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch. Zudem war sie Betroffene der länderübergreifenden Durchsuchungsmaßnahmen nach einer Aktion der IB und der schweizerischen „Jungen Tat“ gegen eine Geflüchtetenunterkunft in Peutenhausen, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt hat. Das Schicksal teilt Hunecke mit einem weiteren Teilnehmer der Veranstaltung von Schmid, dem Schwaben Michael Seibold. Beide warben mit ihrem Gesicht um finanzielle Unterstützung für die Verteidigung. Die anvisierten 25.000 Euro kamen allerdings nicht durch Graswurzelunterstützung, sondern vor allem durch drei Großspenden, u.a. von der rechtsextremen Plattform „Ein Prozent“, zusammen.

via endstation rechts: Bayerischer Landtag: Stelldichein von IB-Aktivisten auf AfD-Einladung

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Guido_Radig” title=”User:Guido Radig”>Guido Radig</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link

Geschichte einer #Blitzradikalisierung – Von der #CDU-Hoffnung zur AfD-Rechtsaußen

Anfang Juli wird eine junge Frau von der CDU für eine Kommunalwahl aufgestellt. Fünf Monate später mischt sie in AfD und Identitärer Bewegung mit. Wie schnell geht Radikalisierung? In einer Altbauwohnung in Marburg trifft sich Mitte November eine Gruppe von jungen Frauen. Auf den Tisch kommen Glühwein und Käsespätzle, Stoffbeutel mit Stapeln von Aufklebern: “Abschieben schützt Frauen” steht auf einem, auf einem anderen: “It’s okay to be white” (es ist okay, weiß zu sein), was Rassismus gegen Weiße suggerieren soll. Es gibt auch das Bild eines Südosteuropäers mit einem Spruch in schlechtem Deutsch: “Mach keine Handel mit Alman. Echter Deutscher gibt AfD Stimme.” Die Frauen treffen sich an diesem Tag zur “Aktivistenschulung” von Lukreta, einer Organisation der extrem Rechten, die zum Umfeld der Identitären Bewegung gehört. Mittendrin unter den Aktivistinnen ist an diesem Tag eine junge Frau, die ein paar Wochen zuvor noch niemand hier vermutet hätte. Sie wurde im Sommer noch auf eine Liste der CDU für eine Kommunalwahl gewählt und galt als Nachwuchstalent in Rheinland-Pfalz. Jetzt ist sie Mitglied der AfD und dort am rechten Rand, wo die “gesichert Rechtsextremen” sich mit immer weniger Scheu zeigen. Mit Maximilian Krah, dem neuen mächtigen Mann der Partei und Spitzenkandidaten für die Europawahl, saß sie schon auf einem Podium. Ihren bürgerlichen Job hat sie inzwischen verloren. Es ist die Geschichte einer Blitzradikalisierung. Dass sie endgültig abdriftet, bringt vielleicht ein Posting auf der Plattform X (vormals Twitter) vom 27. Oktober auf den Punkt. “Ich distanziere mich von allen Distanzierungen”, twitterte ReBelle. “ReBelle” ist ihr Pseudonym, sie tritt online schon seit Monaten nicht mehr mit ihrem richtigen Namen auf. Dieser Name, Isabelle Cofflet, stand bis Mitte November noch im Netz unter cdu-koblenz.de auf der Kandidatenliste für die Wahl zum Rat der rheinland-pfälzischen Stadt im nächsten Jahr. Am 1. Juli erst war sie auf einem CDU-Parteitag gewählt worden. In einem Facebook-Posting freute sich die Junge Union “motiviert” mit ihr über die Kandidatinnen und Kandidaten aus ihren Reihen, sie war dort seit Oktober 2022 im Vorstand. Es entstanden in den ersten Monaten vieale Fotos der örtlichen Nachwuchsorganisation mit ihr, und oft steht sie darauf im Mittelpunkt. Als im Februar 2023 die CDU Rheinland-Pfalz den aktuellen Jahrgang ihres Nachwuchsförderprogramms begrüßte, war die Koblenzerin unter den knapp 50 jungen Leuten aus ganz Rheinland-Pfalz, die ins Schulungsprogramm aufgenommen wurden. Sie hat sich selbst beworben. Was da niemand ahnt, aber ein Eintrag auf Telegram zeigt: Sie ist schon am Jahresanfang 2023 in der Chat-Gruppe des Österreichers Martin Sellner aktiv, der Galionsfigur der Identitären Bewegung und Schnittstelle zu den Strippenziehern der Neuen Rechten um den rechtsextremen Verleger und Aktivisten Götz Kubitschek. Die Identitären werden vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und treten heute unter diesem Namen kaum noch auf.

via t-online: Geschichte einer Blitzradikalisierung Von der CDU-Hoffnung zur AfD-Rechtsaußen

Jeremy Fragrance und die Nähe zur AfD: Influencer macht Selfies mit Rechtsextremen – #kickhimout

Auf TikTok folgen ihm Millionen – nun zeigen Fotos den Parfüm-Influencer mit Figuren aus dem AfD-Umfeld auf einer Trump-Gala in New York. (…) Doch statt Lifestyle-Content zu veröffentlichen, posierte der „Number 1 Fragrance Influencer That Follows The Teachings Of Jesus“, so seine Eigenbeschreibung, nun mit bekannten Männern aus der rechten Szene, die in seinen Storys für sich Werbung machen durften. Auf einem Foto zeigt sich Fragrance neben Alexander „Malenki“ Kleine, eines der bekanntesten Gesichter der Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde. Dabei hält der in Oldenburg aufgewachsene Influencer einen Sticker einer Medienagentur in die Kamera, die Alexander Kleine betreibt. Malenki war auch Teil der rechtsradikalen Gruppe Reconquista Germanica, deren Mitglieder sich unter dem Deckmantel, Gamer zu sein, auf dem Messengerdienst Discord organisierten und während des Bundestagswahlkampfes 2017 mithilfe von Fake-Profilen gezielt „Online-Attacken“ auf politische Gegnerinnen und Gegner gestartet haben sowie Fake News über einen vermeintlichen Wahlbetrug streuten. (…) Getroffen hatte er Bendel, Malenki und Grosz bei einer New Yorker Gala des äußerst rechten New York Young Republican Club (NYYRC). Einer der Hauptredner des Abends war Trump. Wie auf weiteren Fotos in den sozialen Medien erkennbar ist, waren auch AfD-Spitzenpolitiker Maximilian Krah und Kay Gottschalk, finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, zugegen. Sky wirft Realityshow mit Fragrance aus dem Programm Der deutsche Pay-TV-Sender Sky, bei dem seit Oktober eine Realityshow mit Jeremy Fragrance läuft, reagierte mittlerweile auf die umstrittenen Aufnahmen mit Rechtsextremen. Auf Spiegel-Anfrage sagte ein Sky-Sprecher: „Wir distanzieren uns klar von jeglichen rechtsextremen Inhalten oder Äußerungen. Die Reality-Doku ‚Jeremy Fragrance – Power, Baby!‘ werden wir bis morgen aus allen unseren Angeboten nehmen.“ Eine Fortsetzung und eine weitere Zusammenarbeit mit dem Influencer seien sowieso nicht geplant gewesen, heißt es

via berliner zeitung: Jeremy Fragrance und die Nähe zur AfD: Influencer macht Selfies mit Rechtsextremen

siehe auch: Sky und Aldi beenden offenbar Zusammenarbeit mit Jeremy Fragrance In sozialen Netzwerken zeigte sich der Influencer Jeremy Fragrance mit AfD-Politikern und Rechtspopulisten. Nun ziehen Berichten zufolge erste Unternehmen Konsequenzen. Mehrere Unternehmen beenden Berichten zufolge die Zusammenarbeit mit Jeremy Fragrance nach Postings, die den Influencer mit AfD-Politikern und Rechtsextremen zeigen. Wie das Portal Business Insider berichtete, haben Aldi Nord und der Heel-Buchverlag ihre Kooperationen mit Fragrance gestoppt. Aldi Nord hatte mit Fragrance zusammen eine Werbekampagne gedreht. Diese Zusammenarbeit im Februar 2023 sei “eine einmalige Kooperation” gewesen. Weitere Aktionen seien nicht geplant, teilte das Unternehmen mit. Der Heel-Verlag, der ein Buch des Influencers herausgebracht hatte, distanzierte sich ebenfalls von dem Parfüm-Influencer. “Nein, eine weitere Zusammenarbeit mit Jeremy Fragrance ist nicht geplant und auch eine Nachauflage des bei uns erschienen Titels wird es nicht geben”, sagte eine Sprecherin zu Business Insider. 7,3 Millionen Follower auf TikTok Auch der Streamingdienst Sky kündigte an, eine bereits veröffentlichte Dokumentation mit Jeremy Fragrance aus seinen Angeboten zu entfernen.