Anonyme Plakate gegen die AfD: Stadt entfernt Schmähungen

Zeit vor Wahlen bringt es offenbar mit sich, dass manche ihr Recht auf freie Meinungsäußerung stärker einschätzen, als es tatsächlich ist. So wurden nun in Miesbach mehrere Plakate auf die offiziellen Plakatwände im ganzen Stadtgebiet geklebt, die die AfD als Nazis bezeichnen und deren Wähler beleidigen. „80 Millionen Tote, das eigene Land in Schutt und Asche gelegt“, heißt es auf dem Plakat. „Wenn du da immer noch Nazis wählst, bist du entweder blöde oder ein Arschloch. Oder ein blödes Arschloch.“

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AfD-Mann mit Klage erfolgreich – Veranstaltung findet trotzdem statt

Im Streit um die Teilnahme an einer Podiumsdiskussion erwirkt der AfD-Landtagsabgeordnete eine Teilnahme. Die vhs sagt die Veranstaltung in ihren Räumen ab, statt findet sie trotzdem. Eigentlich hätte Clemens Schmidlin, der Leiter der vhs in Calw, am liebsten nur über die Herausforderungen beim Klimaschutz gesprochen, denn darum ging es am Freitagabend bei einer Veranstaltung des Nabu, die eigentlich an der Volkshochschule hätte stattfinden sollen. Stattdessen musste er sich mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Miguel Klauß herumschlagen. Der 39-Jährige hatte Rechtsmittel eingelegt, weil die Landtagskandidaten von CDU, SPD, Grüne und FDP aus dem Wahlkreis zu der Veranstaltung eingeladen worden waren, er nicht. Keine zwei Stunden bevor die Diskussion hätte starten sollen, entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe zugunsten des AfD-Mannes, die vhs sagte die Veranstaltung daraufhin ab. Klauß feierte das als Erfolg. Noch am Abend postete er ein Bild von einem Aushang, mit dem auf das Urteil und die Absage hingewiesen wurde. „Es ist traurig, dass man die Demokratie per Gerichtsentscheid herstellen muss“, sagte Klauß gegenüber unserer Redaktion. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat zugunsten von Miguel Klauß entschieden. Foto: Uli Deck/dpa Verwaltungsgericht nimmt Eilantrag an – obwohl die vhs ein Verein ist Was er offenbar nicht wusste: Die Veranstaltung fand dennoch statt – ohne ihn. Der Nabu, der als Verein von der Gerichtsentscheidung nicht betroffen war und sich in einem Positionspapier dafür ausspricht der AfD keine Bühne für ihre Politik zu geben, hatte sich um eine andere Lokalität bemüht und war in die Kulturapotheke umgezogen. Schmidlin betont: „Ich habe damit nichts zu tun, es gab keine Umgehung der Anordnung, von Seiten der vhs ist weder offline noch online der neue Ort kommuniziert worden, ich selbst war auch nicht anwesend.“ Das Verwaltungsgericht sah sich zuständig, obwohl die vhs als privater Verein organisiert ist. „Jedoch nimmt dieser eine öffentliche Aufgabe wahr und werde von mehreren Kommunen – unter anderem der Stadt Calw – maßgeblich getragen“, heißt es in der Begründung des Gerichts. Die Richter sahen die Chancengleichheit verletzt, weil es sich bei der Veranstaltung „nach ihrem Titel ‚Podiumsdiskussion zur Landtagswahl’ und dem auf der Webseite des Antragsgegners dargestellten Konzept dem Austausch umweltpolitischer Positionen der verschiedenen Parteien vor der Wahl diene“, hieß es.

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Oberwittelsbacher Wirt sagt der AfD ab: Partei nennt „Drohungen von Gutmenschen“ als Grund

Die AfD wollte im Burghof in Oberwitelsbach ihren Wahlkampauf starten. Nun kam eine kurzfristige Absage des Wirts dazwischen und der Kreisverband sagte die Veranstaltung ab. Der AfD-Kreisverband hat seine für Freitagabend anberaumte Wahlkampfveranstaltung im Burghof in Oberwittelsbach, einem Stadtteil von Aichach, kurzfristig abgesagt. Das gab Kreisvorsitzender Paul Traxl in einer Pressemitteilung bekannt. Als Grund gibt die Partei Drohungen von „Gutmenschen aus dem linksextremen Milieu“ gegen den Wirt an. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte der Manager des Burghofs, der namentlich nicht genannt werden möchte: „Wir haben viele Nachrichten, E-Mails und Telefonanrufe bekommen, die angekündigt haben, uns nicht mehr zu besuchen.“ Das Team sei schockiert gewesen, mit der Situation überfordert und stelle klar, unparteiisch zu sein. Man könne und wolle es sich nicht erlauben, Kunden zu verlieren. „Wir leben von solchen Veranstaltungen und vermieten auch an andere Parteien“, sagte der Manager. Im September wurde der neue Wirt Ahwad Shukri, der auch den Peterhof in Kühbach betreibt, für den Burghof vorgestellt. Shukri bezieht schriftlich Stellung zu der Absage der AfD-Veranstaltung: „Der Burghof versteht sich als gastronomischer Betrieb und nicht als politischer Akteur. Die Vermietung unserer Räumlichkeiten erfolgt grundsätzlich aus geschäftlichen Gründen und stellt keine politische oder inhaltliche Unterstützung dar.“ Im Zusammenhang mit der geplanten Veranstaltung der AfD sei es zu einer Vielzahl von Rückmeldungen aus der Bevölkerung gekommen, verbunden mit erheblichem öffentlichen Druck. „In dieser Form und Intensität war dies für uns im Vorfeld nicht absehbar“, heißt es weiter. „Nach sorgfältiger Abwägung und im Sinne eines verantwortungsvollen und friedlichen Miteinanders“ habe man sich entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Der Burghof stehe für Gastfreundschaft, Respekt und Offenheit gegenüber allen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.

via donaukurier: Oberwittelsbacher Wirt sagt der AfD ab: Partei nennt „Drohungen von Gutmenschen“ als Grund

Unvereinbar – Kirche gegen AfD: Saarländischer Landtagsabgeordneter darf nicht in Gremium zurück

Die katholische Kirche bestätigt den Ausschluss des saarländischen AfD-Politikers Christoph Schaufert aus einem Kirchengremium. Der Politiker reagiert mit seinem Kirchenaustritt. Warum der Vatikan so entschied. ie zuständige Vatikanbehörde in Rom hat den Rauswurf des saarländischen AfD-Landtagsabgeordneten Christoph Schaufert aus einem katholischen Kirchengremium bestätigt. Die Beschwerde von Schaufert gegen seinen Ausschluss aus dem Verwaltungsrat der Pfarrei St. Marien in Neunkirchen werde wegen „rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit“ zurückgewiesen, teilte das Dikasterium für den Klerus mit. Schaufert war im April 2024 aus dem Verwaltungsrat entlassen worden. Als „Gesicht einer Partei, die dem christlichen Menschenbild widersprechende Haltungen vertritt“, schade Schaufert der Glaubwürdigkeit der Kirche, hatte Generalvikar Ulrich von Plettenberg begründet. Eine erste Beschwerde von Schaufert hatte der Trierer Bischof Stephan Ackermann abgewiesen. Bei der Entscheidung sei inhaltlich vor allem die Erklärung der deutschen Bischöfe „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ vom Februar 2024 maßgeblich gewesen, teilte der Bischof weiter mit.

via saarbrücker zeitung: Unvereinbar Kirche gegen AfD: Saarländischer Landtagsabgeordneter darf nicht in Gremium zurück

siehe auch: Saar-AfD-Politiker darf nicht in Kirchengremium zurückkehren. AfD-Politiker Christoph Schaufert darf nicht in den Pfarrei-Rat einer Neunkircher Kirchengemeinde zurückkehren. Das bestätigte eine Behörde des Vatikan. (…) Wie das Dikasterium für den Klerus mitteilte, wurde eine Beschwerde von Schaufert wegen “rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit” zurückgewiesen. AfD vertrete Haltungen, die dem christlichen Menschenbild widersprechen Den Ausschluss aus dem katholischen Kirchengremium begründete Generalvikar Ulrich von Plettenberg vor fast zwei Jahren so: Der AfD-Politiker sei das Gesicht einer Partei, “die dem christlichen Menschenbild widersprechende Haltungen vertritt” und “der Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche schadet”.

siehe dazu auch: Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar. Erklärung der deutschen Bischöfe (PDF)

Mit einem Tilly-Wagen – Düsseldorfer planen Protest gegen den Auftritt von Björn Höcke

Der Thüringer AfD-Landesparteichef Björn Höcke soll in Düsseldorf als Redner auftreten. Jetzt wurden mehrere Protestaktionen angekündigt. Auch ein Karnevalswagen soll zu sehen sein. Im Düsseldorfer Süden formt sich erneut Protest gegen eine Veranstaltung der AfD. Die Bürgerinitiative „Garath tolerant und weltoffen“ hat für den 23. Februar eine Aktion im Stadtteil angekündigt. An diesem Tag will der Kreisverband der Partei im Kulturhaus Süd den rechtsextremen Politiker Björn Höcke auftreten lassen, wie die AfD bereits im Dezember auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. Unter dem Motto „Garath ist bunt, nicht braun“ soll die Protestkundgebung an verschiedenen Orten in der Nähe von Düsseldorfs größtem Bürgerhaus stattfinden. Nach Angaben der Organisatoren hat Karnevalswagenbauer Jacques Tilly dafür bereits einen Motivwagen zugesagt. Zu sehen sein wird ein Werk aus dem Rosenmontagszug 2024. Darauf schluckt ein großer, bunter Fischschwarm einen kleineren Fisch mit AfD-Symbol. Die verschiedenen Aktionen in Garath sind zwischen 18 und 20 Uhr unter anderem auf dem Nikolaus-Groß-Platz und Heinrich-von-Brentano-Platz sowie am Platz an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und dem Miep-Gies-Platz vor dem Anne-Frank-Haus geplant. Zusammengeschlossen habe sich ein breites Garather Bündnis, wie die Initiative mitteilt. Demnach sind Vertreter der örtlichen Kirchengemeinden, Vereine, Gruppen, interessierte Bürger und Politiker dabei. „Unsere Aktionen sollen friedlich und überparteilich sein“, heißt es. Angemeldet worden seien bislang 1000 Teilnehmer, erklärte die Polizei.

vuia rp online: Mit einem Tilly-Wagen Düsseldorfer planen Protest gegen den Auftritt von Björn Höcke

Große Demo in Mainz-Gonsenheim gegen AfD

Während die AfD in der Weser-Halle zum Bürgerdialog lädt, protestieren hunderte Menschen bei Minusgraden gegen die Veranstaltung – ein Großaufgebot der Polizei sichert das Gonsenheimer Wohnviertel ab. Demo in Mainz-Gonsenheim – Am Sonntag, den 25. Januar 2026, herrschte rund um die Sporthalle in der Rektor-Forestier-Straße in Gonsenheim Hochbetrieb. Ab 16:00 Uhr hielten die AfD-Politiker Jan Nolte, Frank Senger, Stephan Stritter und Jürgen Wiedenhöfer ihre Reden vor rund 30 Parteimitgliedern. Doch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtete sich vor allem auf das Geschehen vor den Türen der Halle. BYC-News war vor Ort. Protest bei Gefrierpunkt: Hunderte Demonstranten setzen Zeichen Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt versammelten sich hunderte Menschen, um gegen die Veranstaltung Flagge zu zeigen. Mit bunten Plakaten, großflächigen Bannern und lautstarken Parolen machten sie ihrem Unmut Luft. Die Teilnehmer der Demo in Mainz-Gonsenheim sangen Lieder und skandierten Slogans gegen die Politik der AfD. Angefacht wurde der Protest unter anderem durch den Gonsenheimer Ortsvorsteher Josef Aron. Dieser hatte den Raum in der Turnhalle zwar widerwillig an die Partei vermieten müssen, rief jedoch zeitgleich via Instagram zum Widerstand auf. „Wir stellen uns klar gegen diese Politik“, betonte Aron in den sozialen Netzwerken und forderte die Bürger zur Solidarität gegen den Faschismus auf.

via byc news: Große Demo in Mainz-Gonsenheim gegen AfD

#FLENSBURG – „Keine Stadt den Nazis“ – 800 Menschen demonstrieren gegen AfD-Infostand

Ein AfD-Infostand in Flensburg wurde Ziel von Demonstranten Quelle: Daniel Karmann/dpa Mehrere hundert Menschen protestieren in Flensburg gegen einen AfD-Infostand. Ein lokales Bündnis machte zuvor gegen den Stand mobil. Am Nachmittag war eine weitere Kundgebung geplant. Die Polizei schreibt Anzeigen. roßer Protest gegen einen Infostand: Bei mehreren Versammlungen haben mehrere Hundert Menschen gegen einen AfD-Infostand in der Flensburger Innenstadt demonstriert. Zuvor hatten Fridays for Future Flensburg und weitere lokale Gruppen mit Slogans wie „Keine Stadt den Nazis“ und „AfD-Stand verhindern“ in den sozialen Medien zu der jüngsten Demo am Samstag aufgerufen. Auch der Spruch „Flensburg bleibt Antifa“ ist auf einem Plakat zu lesen. „Bisherige Versuche der AfD in Flensburg aktiv zu werden konnten durch antifaschistische Arbeit verhindert werden“, heißt es etwa auf Instagram.

via welt: FLENSBURG „Keine Stadt den Nazis“ – 800 Menschen demonstrieren gegen AfD-Infostand

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