Die Schufa hält eine Schattendatenbank mit veralteten Daten über Millionen von Menschen vor. Dagegen wehrt sich jetzt die Datenschutzorganisation noyb mit einer Abmahnung – und der Vorbereitung einer möglichen Sammelklage. Die Datenschutzorganisation noyb hat die Schufa abgemahnt, weil diese eine Schattendatenbank mit historischen und veralteten Daten über Millionen von Menschen vorhält. Die Existenz dieser Datenbank hatte eine gemeinsame Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung im Juli herausgefunden. Die Schufa bewertet die Kreditwürdigkeit von Menschen, zu ihren Kunden gehören unter anderem Banken, Energieversorger oder Telekommunikationsunternehmen. Laut der Recherche von NDR und SZ handelt es sich bei den Daten um „alte Kredite und Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen, Schulden, die die Betroffenen oft schon vor Jahren beglichen haben“. Es seien Daten, die die Schufa schon längst gelöscht haben müsste, so der Bericht damals weiter. Die sensiblen Daten könnten großen Schaden anrichten. Wenn Menschen allerdings bei der Schufa anfragten, welche Daten diese über sie gespeichert hat, gab die Auskunftei diese historischen Informationen bei der Datenauskunft nicht an.
via netzpolitik: Schattendatenbank: Datenschützer mahnen Schufa ab
siehe auch: SCHUFA-Datenskandal – Interessentenliste Du hast es vielleicht schon mitbekommen: Die SCHUFA betreibt eine sogenannte “Schattendatenbank”, in der sie unzählige Daten speichert, die eigentlich schon gelöscht sein müssten. Selbst Betroffenen, die eine Kopie ihrer Daten verlangt haben, wurden die hier gespeicherten Daten vorenthalten. Wir gehen davon aus, dass dieses Vorgehen gegen Datenschutzrecht verstößt. noyb (ein gemeinnütziger Verein im Bereich Datenschutz) hat deshalb eine Abmahnung an die SCHUFA geschickt.
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