Die beiden Entertainer durften nach einer gewonnenen Spielshow frei über 15 Minuten Sendezeit auf ProSieben verfügen. Zur Primetime sprengten sie den Sendeplatz mit einer dreistündigen Doku. Stand: 05.06.2026, 14:24 Uhr Die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben ihre freie Sendezeit bei ProSieben dazu genutzt, den Alltag an der ukrainischen Front aus der Sicht Betroffener zu zeigen. Die eigentlich geplanten 15 Minuten Sendezeit, die die beiden bei ihrem Haussender ProSieben im Rahmen einer Spielshow gewonnen hatten, wurden am Donnerstagabend für die Dokumentation „Joko & Klaas Live- #dontlookaway“ auf mehr als drei Stunden verlängert. Was sind die 15 Minuten? In der ProSieben-Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ spielen die beiden Entertainer in mehreren kleinen Spielen gegen ihren Haussender. Das Prinzip funktioniert wie folgt: Gewinnen die beiden Moderatoren die Spiele, dann dürfen sie am darauffolgenden Abend über 15 Minuten Sendezeit zur Primetime um 20.15 Uhr gänzlich frei verfügen und bestimmen, was auf ProSieben gesendet wird. Bereits in der Vergangenheit nutzten die beiden Stars diese 15 Minuten, um auf gesellschaftliche und politische Themen wie etwa die Seenotrettung, Rechtsextremismus oder Frauenrechte aufmerksam zu machen. Statt wie gewohnt 15 Minuten, zeigten Joko und Klaas dieses Mal eine rund 200-minütige – und komplett werbefreie – Dokumentation. Mit dem Film #dontlookaway wollten die beiden Moderatoren auf das Schicksal von Menschen aufmerksam machen, die aus ihrer Sicht gehört und gesehen werden sollten. Doku #dontlookaway – Worum geht es? In der Dokumentation erzählen und schildern ein Drohnen-Pilot, ein Chirurg, eine Mitarbeiterin einer Stadtverwaltung, ein Evakuierungshelfer und ein Polizist in der Ukraine das Grauen des mittlerweile mehr als 1.560 Tage dauernden russischen Angriffskriegs. Guckt euch mal an, bei wem ihr da eigentlich seid. Klaas Heufer-Umlauf an Teilnehmer des Wirtschaftsforums in Russland gerichtet Eine in der Ukraine lebende Kontaktperson führte nach Senderangaben die Interviews mit den Betroffenen. Der Film beginnt mit den Worten eines Protagonisten: „Vor einiger Zeit haben sie uns Kameras in die Ukraine geschickt und gefragt: Was würdet ihr Menschen über euren Alltag erzählen? Was sollten sie sehen? Das ist es, was wir euch zeigen wollen. So sehen unsere Tage aus. Das ist unser Leben. Schaut nicht weg.“ Die Dokumentation endet mit den Worten: „Wenn der Krieg kommt, ist es so schockierend. Es ändert alles. Deshalb leben wir im Augenblick.“
via tagesspiegel: „Während AfD-Leute gerade Putin huldigen“: Joko und Klaas zeigen dreistündige Ukraine-Dokumentation auf ProSieben