Rechte und rechtsextreme Veranstaltungen im Gasthof “Zum Alten Bahnhof” bringen Unruhe nach Nordhastedt. Wie ein Dorf versucht, mit Protest, Dialog und Solidarität auf die Situation zu reagieren. Nordhastedt in Dithmarschen: knapp 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner, ländlich, beschaulich. Doch ein Ort im Dorf sorgt seit Jahren für Aufregung: der Gasthof “Zum Alten Bahnhof”. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen mit rechten bis rechtsextremen Inhalten statt. Der Betreiber Mario Reschke war bis vor Kurzem AfD-Kreisvorsitzender, mittlerweile ist er aus der Partei ausgeschlossen – wehrt sich aber juristisch gegen den Rauswurf. Seit rechten Veranstaltungen: Gasthof kein Ort mehr für Feste Früher wurde im Gasthof alles gefeiert: Geburtstage, Hochzeiten, Vereinsfeiern. Heute meiden ihn Viele im Dorf. Auch der örtliche Sportverein hat sich bewusst gegen den Gasthof entschieden: Vielfalt und Offenheit seien für den TSV Nordhastedt selbstverständlich. Feiern finden stattdessen in den Nachbarorten statt. Für mobile Menschen kein großes Problem, aber Ältere oder weniger mobile Menschen stehen oft ohne Alternative da. Wenn im Gasthof Veranstaltungen stattfinden, gibt es draußen oft Gegendemonstrationen. Diese Proteste gegen rechte Veranstaltungen im Gasthof kommen nicht nur aus dem Dorf selbst. Immer wieder reisen antifaschistische Gruppen von außerhalb an – etwa die Antifa oder die “Omas gegen Rechts” Dithmarschen.
via ndr: Rechtsextremismus im Gasthof: Nordhastedt protestiert