Im Iran sollen Zehntausende Gefangene begnadigt worden sein – darunter Demonstranten, die während der jüngsten Proteste inhaftiert wurden. Einzelheiten dazu sind unklar, zudem gelten Bedingungen für die Begnadigung. Irans Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei hat laut Staatsmedien Zehntausende Gefangene begnadigt. Der Schritt erfolgte anlässlich des Jahrestags der Islamischen Revolution von 1979, wie das Staatsfernsehen verkündete. Die Begnadigungen umfassten demnach Amnestien und Hafterleichterungen. (…) Die von den Staatsmedien verbreiteten Informationen können nicht immer unabhängig überprüft werden. Keine Begnadigung bei Spionagevorwurf Die Begnadigungen sind allerdings an Bedingungen geknüpft, berichtet IRNA weiter. Unter anderem werde keinen Gefangenen vergeben, denen Spionage zur Last gelegt wird. Auch Mord, Beschädigung oder Brandstiftung von Regierungs- oder Militäreinrichtungen schließe einen Gnadenspruch aus. Es ist unklar, wie viele jüngst inhaftierte Menschen nun aus den Gefängnissen freikommen.
via tagesschau: Berichte von Staatsmedien Iran begnadigt Zehntausende Gefangene