Ein Bericht der “Westfalenpost” wirft neues Licht auf die Reise des CDU-Kanzlerkandidaten ins überflutete Hagen. Demnach drängte seine Staatskanzlei darauf, den Krisenstab für bessere Bilder der Pressekonferenz zu verlegen. Die Stadt dementiert. Als NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet am Donnerstag ins Hochwassergebiet reiste, soll seine Staatskanzlei bei der Stadtverwaltung Hagen auf einen Empfang im Rathaus gedrängt haben – da es aus ihrer Sicht eine angemessenere Kulisse für den Medienauftritt als eine Feuerwache abgegeben hätte. Das hätte eine Verlegung des örtlichen Lagezentrums notwendig gemacht. Das berichtet die örtliche “Westfalenpost”. Ein Sprecher des Oberbürgermeisters dementierte den Bericht auf Anfrage von t-online. Laschet hatte am Donnerstag zunächst das überflutete Altena besucht, ohne die dortige Stadtverwaltung über seine Reise dorthin zu informieren, wie t-online berichtete. Dort gab er der “Bild”-Zeitung ein Exklusiv-Live-Interview vor einer überschwemmten Straße, während in Hagen der dortige Krisenstab und ein großes Medienaufgebot auf ihn warteten. Mit anderthalb Stunden Verspätung dort angekommen, sagte er, die Lage sei zu ernst, um damit Bilder produzieren und Wahlkampf machen zu wollen.
Der Bericht der “Westfalenpost” bringt ihn nun erneut in Erklärungsnot. Die Stadt Hagen nämlich habe gegenüber der Staatskanzlei schnell deutlich gemacht, “dass man diesen Aufwand, extra für TV-Bilder das Lagezentrum zu verlegen, nicht betreiben wolle”. Zumal das Rathaus über Nacht “Bekanntschaft mit den Volme-Fluten” gemacht habe. Ohne Mehraufwand lief der Empfang hingegen trotzdem nicht ab. “Dennoch musste in der Feuerwache Ost, wo seit Mittwochnacht die Einsätze aller Unwetter-Helfer koordiniert werden, eine Fahrzeughalle extra leergeräumt werden, damit der NRW-Chef und CDU-Kanzlerkandidat mit seinem Pressetross im Gefolge auch Corona-adäquat vom Oberbürgermeister (…) empfangen werden können”, heißt es in dem Bericht, der mit “Über die Lenne ins Kanzleramt” überschrieben ist.

via t-online: Flut-PR im Hochwassergebiet?  Bericht: Laschet wollte Lagezentrum für TV-Bilder verlegen lassen

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