Markus Frohnmaier traf sich 2018 mit dem syrischen UN-Botschafter und stellte Informationen in Aussicht. Auch sein Umgang mit sicherheitskritischen Mails wirft Fragen auf. Mitte Juli 2018 nutzte der AfD-Politiker Markus Frohnmaier eine Reise zum UN-Nachhaltigkeitsforum für ein brisantes Arbeitstreffen. In einer Zeit als das Assad-Regime aufgrund schwerwiegender Menschenrechtsverbrechen international weitestgehend geächtet und isoliert war, traf der russlandfreundliche Politiker den syrischen UN-Botschafter Baschar al-Dschaafari. Zwar sind die Inhalte des Gesprächs nicht dokumentiert. Ein Brief aus den AfD-Leaks, über den ZDF frontal berichtet, zeigt nun aber, dass das “interessante Gespräch” für Frohnmaier nicht nur “eine große Freude” war, sondern auch eine mutmaßliche Abmachung beinhaltete: “Meine Mitarbeiter sammeln gerade alle Informationen über das ‘Cash for Work’-Programm und ich werde sie Ihnen schnellstmöglich zusenden, wie wir es besprochen haben”, heißt es dort. Anwälte bestätigen Treffen Der Brief ist mit dem 20. Juli 2018 datiert, bereits tags davor hatten Mitarbeiter Frohnmaiers schon den Wissenschaftlichen Dienst des deutschen Bundestages gebeten, ein Dossier zum deutschen “Cash for Work”-Programm – das Binnenvertriebene, Rückkehrer und lokale Gemeinschaften in Syrien finanziell unterstützt – zu erstellen. Sie ließen das Schriftstück auch ins Arabische übersetzen. Monate später wollte Frohnmaier in einer Anfrage an die Bundesregierung etwa noch wissen, ob auch syrische Oppositionelle vom Programm profitieren – Informationen, die auch für das Regime Assad interessant gewesen sein könnten.

via standard: Sammelte russlandnaher AfD-Politiker Informationen für Assad-Regime?

Categories: Rechtsextremismus

0 Comments

Leave a Reply

Avatar placeholder

Your email address will not be published. Required fields are marked *