Der Ukraine-Krieg ist längst zum Drohnenkonflikt geworden. Kiew setzt auf eine neue Generation an Piloten. Ohne Emotionen schildern sie ihre Fronteinsätze. Kiew – „Nach meinem ersten Abschuss habe ich nichts gefühlt. Ich habe meinen Job gemacht. Ich habe einen Russen vom Schlachtfeld genommen und ihn zu Dünger verarbeitet.“ Was ein junger Drohnenpilot der Times erzählt, zeigt eine neue Realität im Ukraine-Krieg: Inzwischen entscheiden Gaming-Skills über Leben und Tod. Währenddessen steuert der Ukraine-Krieg unerbittlich weiter auf den nächsten Jahrestag zu. Seit dem 24. Februar 2022 bekämpfen sich die Truppen von Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj. Auf beiden Seiten steigen die Verluste und ein Ende des Konflikts ist bislang nicht in Sicht. Zwar wird in verschiedenen Formaten um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen, doch bislang scheitern Verhandlungen an unüberwindbaren Differenzen. (…) Die ukrainische Militärführung hatte vergangenen Monat die Weisung herausgegeben, dass die Drohneneinheiten verstärkt Jagd auf russische Soldaten machen sollen. Das Ziel: 50.000 Abschüsse pro Monat. Bereits jetzt zeichnet sich ein gravierender Trend ab. Laut ukrainischen Angaben übertrafen die russischen Verluste die Rekrutierungszahlen. Dank einer neuen Generation von Drohnenpiloten könnte sich die Lage für Putin weiter verschärfen. Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Drohnenpiloten machen Jagd auf Soldaten Die Times sprach mit einem 21-jährigen Drohnenpiloten, der gegenwärtig im Ukraine-Krieg Such- und Zerstörungsmissionen gegen Russland fliegt. Zum Henker sei er geworden, erklärte „Strig“. Inzwischen ist er auf den Kampf gegen feindliche Drohnenpiloten spezialisiert. „Es ist das Einfachste von der Welt. Manche Menschen wollen Mitgefühl für alle empfinden. Ich nicht“, erklärte er laut eines Berichts des Kriegskorrespondenten Anthony Loyd. „Wenn du Videospiele magst, PlayStation magst und kämpfen willst, dann hast du die Fähigkeiten, ein auf Drohnen spezialisierter Krieger zu werden“, sagte Oberleutnant Yurii Butusov die gegenwärtige Motivation der neuen Generation der Drohnenpiloten auf ukrainischer Seite. „Früher ging es in Konflikten um körperliche Stärke und Ausdauer, heute geht es um dynamische Menschen mit einer motivierten Denkweise. Ein 20-jähriger Pilot mit den richtigen Fähigkeiten kann mehr Menschen töten als ein Scharfschütze mit 20 Jahren Erfahrung“, sagte er laut Times.

via fr: „Ich fühlte nichts“: Gen-Z-Piloten töten im Ukraine-Krieg mit Drohnen – Ihr Ziel sind 50.000 Abschüsse

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