Ein Ex-Leibarzt des Weißen Hauses äußert Skepsis hinsichtlich Trumps kognitiver Verfassung. Eine Altersgrenze für das Präsidentenamt wird gefordert. Washington, D.C. – Die Gesundheit und insbesondere die geistige Leistungsfähigkeit von Donald Trump rücken im Vorfeld der US-Wahl 2024 in den Fokus der Diskussionen. Jeffrey Kuhlman, der ehemalige Leibarzt des Weißen Hauses, äußert ernsthafte Bedenken bezüglich Trumps kognitiven Zustands. Debatte über Trumps geistige Fitness nimmt vor US-Wahl 2024 an Fahrt auf Die Debatte über Trumps Gesundheitszustand nimmt vor der US-Wahl 2024 an Fahrt auf. Kuhlman äußerte sich in einem Interview mit dem Spiegel und sagte: „Wenn ich Trump heute mit Trump 2016 vergleiche, als er ins Amt gewählt wurde, oder mit Trump 2011, als Obama ihn bei einem Korrespondenten-Diner im Weißen Haus verspottete und er darauf reagierte, dann sehe ich schon Anzeichen von kognitivem Verfall.“ Der Arzt spricht sich für regelmäßige neurokognitive Tests bei älteren Präsidentschaftskandidaten aus, um die Eignung für das höchste Amt im Land sicherzustellen. Kuhlman, der zwischen 2009 und 2013 als persönlicher Arzt von Barack Obama tätig war, argumentiert, dass nach dem 60. Lebensjahr ein beschleunigter kognitiver Rückgang eintreten kann, der die Ausübung eines anspruchsvollen Amtes beeinträchtigen könnte.
via merkur: Medizin-Experten vor US-Wahl 2024: Bedenken um Trumps geistige Fitness nehmen zu
siehe auch: Ex-Präsidentenarzt über Trumps Gesundheit »Ich sehe Anzeichen von kognitivem Verfall« Donald Trumps Wahlkampfauftritte werden immer bizarrer. Ist das auch eine Altersfrage? Ja, vermutet Jeffrey Kuhlman, einst Arzt im Weißen Haus. Er fordert medizinische Tests und eine Altersbegrenzung für Amtsinhaber. Im US-Wahlkampf wird die geistige Fitness von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump infrage gestellt. Der 78-Jährige äußerte sich bei Auftritten zuletzt unzusammenhängend, auf einer Rally in Pennsylvania ließ er Musik spielen, statt die vorbereiteten Fragen zu beantworten. Seine Rivalin, Vizepräsidentin Kamala Harris, nannte ihn jüngst »instabil und verwirrt«. Ex-Präsident Barack Obama warnte die Wählerschaft: »Sie wären besorgt, wenn Opa sich plötzlich so verhielte «. Das Thema Alter, das Trump früher im Wahlkampf erfolgreich gegen den drei Jahre älteren Joe Biden einsetzte, wendet sich nun gegen ihn selbst. SPIEGEL: Herr Kuhlman, Sie haben demokratische wie republikanische Präsidenten im Weißen Haus gesundheitlich betreut. Wenn Sie Donald Trump heute sehen: Haben Sie den Eindruck, der Mann baut ab? Kuhlman: Man hört Trump in den Debatten gar nicht richtig argumentieren. Der Moderator oder der politische Gegner bringt unterschiedliche Themen zur Sprache, und Trump antwortet darauf einfach mit Wahlkampfslogans und Dingen, die er hundertmal gesagt hat. Es kommt kein neuer Gedanke. Im Alltag würde man sagen: Das ist ein starrköpfiger Opa, oder: Opas Persönlichkeit ist starrer geworden.
