Gewerkschaften und Arbeitgeber haben einen Durchbruch im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder erzielt. 1,1 Millionen Beschäftigte erhalten künftig mehr Geld.Durchbruch im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder: Die Spitzen der Gewerkschaft ver.di und des Beamtenbundes dbb einigten sich mit den Verhandlungsführern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder auf einen Abschluss.Wie ver.di-Chef Werneke bei einer Pressekonferenz in Potsdam erklärte, steigen die Löhne um 200 Euro im Monat. Dazu kommt eine prozentuale Erhöhung um 5,5 Prozent. Außerdem ist ein steuerfreier Inflationsausgleich in Höhe von insgesamt 3.000 Euro geplant. Im Dezember sollen 1800 Euro fließen. Von Januar bis Oktober 2024 gibt es monatliche Zahlungen von jeweils 120 Euro.Auszubildende und Praktikanten erhalten laut dem Abschluss im Dezember einen Inflationsausgleich von 1000 Euro. Ausbildungsentgelte steigen im November 2024 um 100 Euro und später noch einmal um 50 Euro.”Druck hat die Einigung möglich gemacht”Die Länder bestätigten die Einigung. Wird der Abschluss wie üblich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, sind mehr als drei Millionen Beschäftigte betroffen.”Das Tarifergebnis konnte nur erzielt werden, weil Zehntausende von Beschäftigten mit Streiks quer durch den gesamten Bereich des öffentlichen Dienstes der Länder Druck auf die Arbeitgeber gemacht haben. Dieser Druck hat die Einigung erst möglich gemacht”, erklärte Werneke.

via tagesschau: Tarifeinigung im öffentlichen Dienst 3000 Euro und 5,5 Prozent mehr Lohn für Länderbeschäftigte

siehe auch: Einigung in der dritten Runde. Eure mächtige Streikbewegung der letzten Wochen hat Wirkung gezeigt und Bewegung in die Verhandlungen für die Beschäftigten der Länder gebracht. Mit dem Ergebnis schließen wir an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an und setzen zB auch Aufwertung für studentisch Beschäftigte und soziale Arbeit durch! Einen heißen Empfang bereiteten allein 10.000 Streikende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), bevor die Verhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in die entscheidende Runde gingen. In den Tagen davor hatten bundesweit rund 70.000 Kolleg*innen gestreikt und den ver.di-Forderungen Nachdruck verliehen. Die Rahmenbedingungen waren schwierig: Die öffentlichen Kassen seien leer, hieß es von der TdL. Die Arbeitgeber verwiesen auf das Haushaltschaos in Berlin rund um das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Dank der Streiks und Protestaktionen konnte nach drei Verhandlungstagen trotz der Widerstände ein Ergebnis erzielt werden, das im Kern dem Abschluss mit Bund und Kommunen vom April 2023 entspricht. „Mit diesem Ergebnis knüpfen die Beschäftigten der Länder an die Tarifentwicklung bei Bund und Kommunen an. Gleichzeitig konnten eine Reihe weiterer wichtiger Regelungen vereinbart werden, darunter ein erster wichtiger Schritt hin zu einem zukünftigen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

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