Eine Stigmatisierung der Virusinfektion könne den “Kampf gegen die Epidemie schnell untergraben”, warnt die UN-Organisation. Die Union fordert Präventionsmaßnahmen für besonders gefährdete Personengruppen. Die UN-Organisation UNAIDS hat einige Berichte und Kommentare über Affenpocken-Fälle als homophob und rassistisch kritisiert. Eine Stigmatisierung der Virusinfektion könne den “Kampf gegen die Epidemie schnell untergraben”, warnte die Organisation deshalb am Sonntag. Zwar betreffe ein großer Teil der bislang bestätigten Fälle von Affenpocken schwule und bisexuelle Männer, doch die Krankheit könne durch engen Kontakt mit einer infizierten Person übertragen werden und “somit jeden treffen”. Die UN-Organisation fürchtet, dass Stigmata und Vorwürfe schnell die auf Wissenschaft und Fakten basierenden Bemühungen zur Bekämpfung der Krankheit beeinflussen können. Rassistische oder homophobe Angriffe “schaffen einen Kreislauf der Angst”. Dieser bringe Menschen dazu, Gesundheitszentren zu meiden, womit sich die Ausbreitung schlechter einschränken lasse, erklärte UNAIDS.
via queer: Seltene Krankheit UNAIDS kritisiert einige Affenpocken-Berichte als homophob und rassistisch