Zunächst werden politisch unliebsame Personen ausspioniert, dann wird ihnen belastendes Material untergejubelt, berichten Sicherheitsforscher. Dass Cyberkriminelle, aber auch von Nationalstaaten organisierte Hacker sensible Informationen von Rechnern klauen, weiß mittlerweile so gut wie jeder. Dass die hochprofessionell agierenden Gruppen aber auch gezielt Dateien hinterlassen, die zu einem späteren Zeitpunkt gefunden werden sollen, ist hingegen weniger bekannt. Eine Hackergruppe, die zumindest zehn Jahre lang im Verborgenen agierte, machte allerdings genau das. Gefälschte Beweise für Verhaftung. Wie das Forscherteam des Sicherheitsanbieters Sentinel Labs herausgefunden hat, spionierte die auf den Namen “ModifiedElephant” getaufte Gruppe vornehmlich in Indien nicht nur Einzelpersonen und Organisationen aus, sondern platzierte auch gezielt gefälschte Beweise für kriminelle Handlungen und terroristische Aktivitäten auf deren Computern.
In organisierten Razzien bei Betroffenen fanden die Ermittler dann das gefälschte belastende Beweismaterial und somit einen Grund, diese vor Gericht zu stellen oder einzusperren. Den Sicherheitsforschern zufolge hat die Gruppe vor allem Aktivisten und Anwälte aus dem Menschenrechtsbereich, aber auch Wissenschaftlerinnen und Journalisten gezielt attackiert.

via standard: “MODIFIEDELEPHANT” – Hackergruppe macht Aktivisten zu Terroristen

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