Allein für den vergangenen Monat zählt die Luca-App neun Millionen neue Benutzer. Der CCC kritisiert den De-Facto-Zwang. Trotz der teilweise heftigen Kritik gegenüber der Luca-App, wächst die Zahl der Nutzer täglich und stetig. Pro Woche kommen 1,5 Millionen neue Nutzer und 10.000 neue Veranstaltungen und Check-In-Standorte hinzu. 13 Bundesländer haben sich mittlerweile Lizenzen der App gesichert und 318 deutsche Gesundheitsämter sind mit den Luca-Servern verbunden. Der stetige Erfolg der App zur Kontaktverfolgung wird weiterhin von Kritik begleitet, berichtet der Spiegel. “Ein handfester Skandal” Linus Neumann vom CCC kritisiert gegenüber dem Spiegel, “dass die Restaurantbesucher eigentlich keine Wahl haben”. Mit über 20 Millionen Euro finanzieller Unterstützung durch den Staat und der App-Anordnung in der Corona-Schutzverordnung sei die Luca-App ein De-Facto-Zwang und sehr zweifelhaftes Konzept von Erfolg. Auch hätten die Entwickler die Schwachstellen immer wieder geleugnet und “zum Teil ehrverletzende Behauptungen” über die Sicherheitsforscher verbreitet, so der CCC-Sprecher weiter. “Diese Kombination aus Inkompetenz und Unverschämtheit ist mir bisher nicht untergekommen.” Die App-Qualität, das Verhalten der Betreiber und die fragwürdige Vergabepraxis sei “nichts anderes als ein handfester Skandal.” (…) Viel Geld für wenig Nutzen und große Risiken – so lässt sich die Stellungnahme zur Luca-App von 70 Sicherheitsforschenden zusammenfassen. Sie fordern eine Rückbesinnung auf die bestehenden, dezentralen Lösungen der Corona-Warn-App. Dort heißt es auch, dass mögliche Manipulationen der Luca-App die Belastung der Gesundheitsämter sogar noch steigen könnte.
via heise: Luca-App: Die Nutzerzahlen steigen – die Kritik ebenfalls