Grölte Nazi-Lied Nazi-Postings und Hitlergruß – Unternehmer verurteilt

Ein Unternehmer (50) verschickte jahrelang Nazi-Bilder an 75 WhatsApp-Mitglieder. Auch seine Tätowierungen sorgten vor Gericht für Aufsehen. Hakenkreuze, Hitlergruß und Nazi-Tätowierungen: Ein Unternehmer (50) aus der Südweststeiermark musste sich nun  vor dem Straflandesgericht Graz verantworten. Wie die “Kleine Zeitung” berichtet, wurde er wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz schuldig gesprochen. Der Mann hatte eine WhatsApp-Gruppe mit 75 Mitgliedern gegründet und dort über Jahre unzählige Nazi-Bilder verschickt. Darunter war auch ein Hakenkreuz aus Gewehrpatronen. In seiner Firma soll der 50-Jährige zudem den Hitlergruß gezeigt und eine Nazi-Parole gerufen haben. Auf einem weiteren Video war er mit nacktem Oberkörper zu sehen, während er ein NS-Lied grölte. Auf seinem Rücken trug er die Tätowierungen “Ehre” und “Treue”, eine Anspielung auf eine bekannte SS-Parole. Auf seinem Unterschenkel ist der Schriftzug “Eighty-Eight” unter der Haut sichtbar – die Zahl 88 gilt in rechtsextremen Kreisen als Code. “Ihr ganzer Körper ist eine einzige Propagandafläche”, stellte einer der Richter bei der Geschworenenverhandung fest. Nazi-Sammlung bei Hausdurchsuchung entdeckt Wie die “Kleine Zeitung” schreibt, soll der Unternehmer auch zahlreiche NS-Gegenstände, darunter einen Dolch mit Hakenkreuz, Weinflaschen mit Hitler-Abbildungen und eine Ausgabe von “Mein Kampf” gehortet haben. Bei einer Hausdurchsuchung Ende 2024 wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. (…) Der 50-Jährige wurde schließlich wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz schuldig gesprochen. Vom zusätzlichen Vorwurf der Verhetzung, bei dem es um verbreitete Cartoons ging, wurde er freigesprochen. Als Zusatzstrafe zu zwei früheren Verurteilungen – insgesamt neun Monate bedingt, unter anderem wegen eines Suchtgiftdelikts – erhielt er weitere sieben Monate bedingt sowie eine Geldstrafe

via heute.at: Grölte Nazi-Lied Nazi-Postings und Hitlergruß – Unternehmer verurteilt

Prozess gegen „Sächsische Separatisten“ – Gericht entlässt mehrere mutmaßliche Rechtsterroristen

Im Terrorprozess gegen die „Sächsischen Separatisten“ kommt die Hälfte der Angeklagten frei. Zwei von ihnen könnten bald im Stadtrat von Grimma sitzen. Das Oberlandesgericht Dresden hat die Haftbefehle gegen drei von acht mutmaßlichen Mitgliedern der „Sächsischen Separatisten“ am Donnerstag aufgehoben. Einen weiteren Haftbefehl setzt das Gericht aus, sobald eine „Sicherheitsleistung“ hinterlegt ist. Vier weitere Männer bleiben in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft hatte den Männern vorgeworfen, als Mitglieder einer terroristischen Vereinigung die Errichtung eines „ethnisch gesäuberten“ NS-Staates vorzubereiten. Laut Bundesanwaltschaft hätten die acht Angeklagten ein „hochverräterisches Unternehmen“ gegen die Bundesrepublik vorbereitet und paramilitärische Übungen betrieben. Die ethnischen Säuberungen sollten Gebiete in Ostdeutschland betreffen. Rassismus und Antisemitismus seien treibend für die insgesamt etwa 20 Mitglieder gewesen. Unter anderem nahmen sie an einem Häuserkampftraining teil. Nun hob das Gericht die Haftbefehle gegen Kevin R., Norman T. und Hans-Georg P. auf. Man sehe bei zweien von ihnen den Tatverdacht „nicht mehr in vollem Umfang des Tatvorwurfs als gegeben“, heißt es in einer Mittelung des Gerichts vom Donnerstagnachmittag. Beim dritten Angeklagten sei „die Haftfortdauer als unverhältnismäßig“ anzusehen. Dann ist da noch der Angeklagte, der gegen eine Sicherheitsleistung freikommen kann: Kurt Hättasch. Vor der Haft war er Fraktionschef der AfD im Stadtrat von Grimma und Schatzmeister der ehemaligen Parteinachwuchsorganisation Junge Alternative in Sachsen. Stadtrat ist er noch immer. Sollte er wieder auf freiem Fuß sein, dürfte er – trotz Anklage – wieder an dessen Sitzungen in Grimma teilnehmen. Spätestens dort könnte er ab nächster Woche wieder auf Kevin R. treffen. Da eine Stadträtin der AfD-Fraktion in Grimma angekündigt hat, ihr Amt an diesem Donnerstag niederzulegen, könnte der frisch entlassene R. nachrücken. Auf Anfrage der taz weist das Oberlandesgericht einen Zusammenhang zurück; es handle sich um einen Zufall.

via taz: Prozess gegen „Sächsische Separatisten“ Gericht entlässt mehrere mutmaßliche Rechtsterroristen

siehe auch: TERROR-PROZESS IN DRESDEN Drei “Sächsische Separatisten” kommen aus U-Haft frei von MDR SACHSEN Im Verfahren gegen die sogenannten “Sächsischen Separatisten” sind drei der Angeklagten auf freiem Fuß. Wie das Oberlandesgericht Dresden mitteilte, wurden die Haftbefehle gegen sie nach fast zwei Jahren Untersuchungshaft aufgehoben. Bei zwei der Angeklagten bestehe nicht mehr der dringende Tatverdacht und es bestehe keine Fluchtgefahr, hieß es zur Begründung. Bei dem dritten Mann sah das Gericht die Fortdauer der Haft als unverhältnismäßig an. Der Vollzug des Haftbefehls gegen einen vierten Angeklagten ist ausgesetzt, aber von der Zahlung einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht worden. Diese sei aber noch nicht hinterlegt worden. Nach MDR-Informationen geht es um 20.000 Euro. Bei dem Angeklagten handelt es sich um den früheren AfD-Politiker Kurt Hättasch aus Grimma, der auch wegen versuchten Mordes angeklagt ist

Acquittal of alleged neo-Nazi sparks outrage in Austria; court said to wish him happy birthday

The acquittal of an alleged neo-Nazi accused of displaying Nazi-inspired symbols and possessing Nazi propaganda has caused an uproar in Austria, with critics denouncing a “scandal of the highest order.” A court in Vienna on Friday convicted the 42-year-old, an alleged member of the far-right Unsterblich (Immortal) group, of carrying a knife and handed him a three-month suspended sentence. But the defendant, who was not named, was cleared on charges of repeatedly wearing clothing bearing illegal Nazi symbols at sporting events and possessing Nazi propaganda material. The Mauthausen Committee of Austria, a Holocaust remembrance organization, criticizes the verdict and reports that the court has been overly cordial with the defendant, wishing him happy birthday during the proceedings. “The conduct of the proceedings and the acquittal are a scandal of the highest order,” says Willi Mernyi, chair of the association. Prosecutors in Vienna confirm to AFP that they launched an appeal against the verdict. According to Austrian news agency APA, the defendant had previously been convicted in 2022 over banned Nazi symbols and even his lawyer was expecting another conviction.

via times of israel: Acquittal of alleged neo-Nazi sparks outrage in Austria; court said to wish him happy birthday

Gewalttätige Mitglieder – Active Club Güstrow: Wie gefährlich ist die rechtsextreme Kampfsportgruppe?

Seit Mai dieses Jahres trainiert in Güstrow ein Active Club. Eine lose Gruppe junger Neonazis, die sich besonders auf Kampfsport fokussiert. In ihren Reihen finden sich auch Gewalttäter. „Jung, sportlich, diszipliniert – im Kampfsport wird aus Schweiß Stärke“, heißt es in einem Telegram-Beitrag des sogenannten Active Clubs Güstrow. Illustriert sind die Worte mit einer Collage: Junge Männer prügeln mit Boxhandschuhen aufeinander ein, Hammer und Sichel, die Zeichen des Kommunismus, sind durchgestrichen und die Parole „Europa verteidigen“ ist zu lesen. Die Bildsprache ist eindeutig: Hier betreiben rechte Männer Kampfsport. Seit Mai 2026 werden auf dem Telegram- und Instagramkanal der Gruppe regelmäßig Bilder vom gemeinsamen Training hochgeladen. In der Spitze nahmen etwa 15 Personen an den Treffen teil. Active Clubs als Einstieg in die rechte Szene Dem Innenministerium MV ist die Gruppe bekannt, wie Marie Boywitt, Sprecherin des Ministeriums, mitteilt.

via ostsee-zeitung: Gewalttätige Mitglieder Active Club Güstrow: Wie gefährlich ist die rechtsextreme Kampfsportgruppe?

Sellner für Identitären-Symbol bestraft – #eingesellnert

Der Rechtsextremist Martin Sellner ist für das Tragen des Logos der Identitären-Bewegung in Vorarlberg bestraft worden. Das Landesverwaltungsgericht (LVwG) hat diese Entscheidung nun bestätigt. Sellner hatte argumentiert, das Logo eines Computerspiels ähnle lediglich dem verbotenen Symbol seines Vereins. Sellner hatte das Symbol zweimal auf seiner Oberbekleidung abgebildet und es bei einem Gasthausbesuch „in der Öffentlichkeit getragen und zur Schau gestellt“. Hintergrund sei ein Vortrag Sellners vor Schweizer Rechtsextremisten in Feldkirch gewesen, wie die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ berichtet. Strafe nach Veranstaltung Das Symbol der Identitären-Bewegung darf in Österreich nicht in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Bezirkshauptmannschaft verhängte gegen Sellner daher eine Verwaltungsstrafe über 1.500 Euro. Der 37-Jährige ist laut Gerichtsentscheidung „zweifach einschlägig vorbestraft“. Gegen diese Behördenstrafe beschwerte sich der international vernetzte Aktivist beim Landesverwaltungsgericht. Er rechtfertigte sich damit, dass das von ihm getragene Symbol leicht vom offiziellen Logo der Identitären abweiche und daher nicht verboten sei. Im Kontext wieder erkennbar Beim gezeigten Symbol handelt es sich vielmehr um das Logo des Computerspiels „Overwatch“. Dieses weist laut Gericht „eine sehr starke Ähnlichkeit mit dem Symbol der Identitären Bewegung Österreich auf“. Es sei, so das LVwG, ein „nur unwesentlich verändertes und daher im gegebenen Kontext als Symbol der Identitären Bewegung Österreich wieder erkennbares Symbol“. Die Identitären seien, so das LVwG weiter, „eine rechtsextreme, rassistisch, sexistisch, nationalistisch geprägte und völkisch orientierte Gruppierung.“ Sellner sei es gerade darauf angekommen, beim Vortrag vor etwa 100 Schweizer Rechtsextremisten „mit dem Tragen dieses Symbols auf seiner Oberbekleidung in der Öffentlichkeit seine Zugehörigkeit zur Identitären Bewegung Österreich darzustellen“.

via orf: Sellner für Identitären-Symbol bestraft

CDU-Abgeordneter unter Druck Diskussion um vermeintliche Zitate aus AfD-Leak im Landtag

Der CDU-Landtagsabgeordnete Bastian Schneider hat in einer viel beachteten Landtagsrede vermeintliche Zitate aus dem AfD-Leak verwendet. Doch es gibt Zweifel an deren Echtheit.Ein Auftritt des Weinheimer CDU-Landtagsabgeordneten Bastian Schneider sorgt auch eine Woche nach der Landtagsdebatte noch für Diskussionen. Schneider hatte für eine flammende Rede gegen die AfD im Landtag von Baden-Württemberg viel Applaus geerntet. Nun stellt sich heraus, er hat vermeintliche Zitate aus den AfD-Leaks verwendet, die dort nach SWR-Recherchen überhaupt nicht auftauchen. Die AfD hatte schon in der Landtagssitzung protestiert. Der parlamentarische Geschäftsführer Miguel Klauß hatte später eine Sitzungsunterbrechung beantragt. Er wies laut Protokoll darauf hin, die beiden AfD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen, denen die Sätze im Internet zugeschrieben worden waren, würden dies bestreiten. AfD-Fraktionschef fordert Amtsniederlegung Der AfD-Fraktionsvorsitzende Martin Rothweiler bezeichnete es gegenüber dem SWR als “Skandal”, “dass ein promovierter Jurist mit Berufserfahrung als Richter solche Internetinhalte ungeprüft als Beleg verwendet”. Er forderte Schneider auf, sein Amt als Vorsitzender des Innenausschusses im Landtag niederzulegen. “Wer einen Ausschuss mit Verantwortung für Digitalisierung leitet, muss zumindest in der Lage sein, offenkundig zweifelhafte Internetquellen kritisch zu überprüfen”, sagte Rothweiler.

via swr: CDU-Abgeordneter unter Druck Diskussion um vermeintliche Zitate aus AfD-Leak im Landtag

White supremacist sentenced to 17 years for arson, attempting to provide support for Hezbollah

Prater used a “napalm-based incendiary device” to destroy the Highlander Center’s buildings, a nonprofit research and education center in Tennessee, causing over $1 million in damages. A man was sentenced to over 17 years in prison for arson and attempting to provide material support for Hezbollah back in 2019, the US Department of Justice announced on Wednesday. Regan Darby Prater, 28, was sentenced and ordered to pay nearly $1.3 million in restitution after he pleaded guilty to the charges in April. The DOJ said that Prater used what they described as a “napalm-based incendiary device” to destroy the Highlander Center’s buildings, a nonprofit research and education center in Tennessee, causing over a million dollars in damages. Before setting the facilities up in flames, court records showed that Prater spray-painted a Nazi symbol in the parking lot of the Highlander Center. The same symbol was engraved on a rifle used in the terror attack on two Mosques in Christchurch, New Zealand, back in 2019. (…) The DOJ also disclosed that Prater admitted to providing material support to Hezbollah. According to the DOJ, Prater obtained documents containing personal information on more than 35,000 individuals allegedly affiliated with Israel’s government; however, the DOJ did not specify how Prater obtained them.

via jpost: White supremacist sentenced to 17 years for arson, attempting to provide support for Hezbollah