“Gehörst du nicht auch abgeschoben”: Ein Facebook-Nutzer greift den Planschemalöör-Sänger rassistisch an. Seine Antwort geht jetzt viral. Ein Facebook-Kommentar mit Abschiebe-Forderung, eine spontane Antwort in Reimform – und plötzlich ist Juri Rother, Sänger der Kölner Band Planschemalöör, der Held der Karnevalssession. Sein Video ging am Wochenende viral. “Auch ein Sohn der Wüste. Gehörst du nicht auch abgeschoben?”, schrieb ein Nutzer auf Facebook offenbar in Richtung des Musikers. Eine rassistische Anfeindung, die der in Porz geborene Karnevalist nicht auf sich sitzen lassen wollte. Angelehnt an den Paveier-Hit “Leev Marie” sang der Musiker nun in einem Facebook-Video: “Leev Nazi, du häst ja wohl en Bomb jeköpp. Leev Nazi, auch du kriegst Hexeschuss beim Stippefot. Leev Nazi, mich abschieben mät keine Sinn. Weil jeder weß, dass ich Sohn von Kölle bin.” Zum Abschluss zeigte er dem Absender einen geküssten Mittelfinger und ein Herz.
US-Rocklegende Bruce Springsteen ist bei einer Demonstration in Minneapolis mit seiner Protesthymne aufgetreten. Diese hatte er kurz zuvor veröffentlicht, in der er die rabiaten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE verurteilt. In der Innenstadt von Minneapolis versammelten sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt am Freitag Familien und Aktivisten. Auch der Rockmusiker – “The Boss” – Bruce Springsteen trat dort auf und spielte sein Lied “Streets of Minneapolis”. “Dies ist für die Menschen von Minneapolis, die Menschen in Minnesota und die Menschen in unserem guten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika”, sagte Springsteen vor den Demonstranten. Die Stadt Minneapolis ist zum Symbol für die aggressive Abschiebepolitik der Trump-Regierung geworden. Der Weltstar reagiert auf den Konflikt und die Gewalt mit einem Protestsong, den er in Anlehnung an seinen alten Hit “Streets of Philadelphia” komponierte. Springsteen singt von “König Trumps Privatarmee”, die auf den Rechten der Menschen herumtrampele und von blutigen Fußspuren. Man werde sich an die Namen derer erinnern, die getötet worden sind. Das Ganze im typischen Bruce Springsteen-Sound – auch mit Mundharmonika. Das Lied geht in den USA viral. Der Rocker schreibt auf seiner Webseite, dass der Song den Menschen in Minneapolis, unseren unschuldigen Einwanderer-Nachbarn und in Erinnerung an die beiden von ICE-Beamten erschossenen US-Bürger Alex Pretti und Renée Good gewidmet sei. Er habe das Lied am Sonnabend geschrieben, am Dienstag aufgenommen und am Mittwoch veröffentlicht – “als Antwort auf den Staatsterror”, von dem die Stadt im Bundesstaat Minnesota heimgesucht werde.
siehe auch: Protestsong gegen ICE Springsteen tritt bei Demonstration in Minneapolis auf Trotz Kälte zogen wieder Tausende durch Minneapolis, um gegen die US-Regierung und das gewaltsame Vorgehen von ICE-Beamten zu protestieren. Auch Rocklegende Bruce Springsteen war vor Ort und sang erstmals seine neue Protesthymne. US-Rockstar Bruce Springsteen hat bei einer Demonstration in Minneapolis am Freitag seinen neuen Protestsong »Streets of Minneapolis« gesungen, den er nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger in der Stadt komponiert hat. »Dies ist für die Menschen von Minneapolis, die Menschen in Minnesota und die Menschen in unserem guten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika«, sagte Springsteen vor den Demonstranten. (…) Springsteen hatte »Streets of Minneapolis« (Straßen von Minneapolis) – seine Hymne auf die Stadt und ihre Bürger – am Mittwoch im Onlinedienst Instagram veröffentlicht. Er prangte damit den »Staatsterror« in der Stadt an, schrieb der Musiker. »Oh Minneapolis, ich höre deine Stimme / die durch den blutigen Nebel schreit«, heißt es im Refrain des Springsteen-Songs. »Wir werden die Namen derer in Erinnerung behalten / die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind.«; Bruce Springsteen surprises Minneapolis fundraiser with “Arrest The President” message. Unannounced appearance at First Avenue during a benefit for slain activists Renee Good and Alex Pretti Bruce Springsteen surprises Minneapolis fundraiser with an unexpected appearance at First Avenue, the historic music venue in downtown Minneapolis, during a fundraising event organized in memory of activists Renee Good and Alex Pretti, who were recently killed by ICE. (…) Throughout the set, Bruce Springsteen surprises Minneapolis fundraiser audiences not only musically but also politically. A clear message was displayed on his guitar, bearing the words “Arrest The President,” a direct protest slogan aimed at former President Donald Trump.
Zeit vor Wahlen bringt es offenbar mit sich, dass manche ihr Recht auf freie Meinungsäußerung stärker einschätzen, als es tatsächlich ist. So wurden nun in Miesbach mehrere Plakate auf die offiziellen Plakatwände im ganzen Stadtgebiet geklebt, die die AfD als Nazis bezeichnen und deren Wähler beleidigen. „80 Millionen Tote, das eigene Land in Schutt und Asche gelegt“, heißt es auf dem Plakat. „Wenn du da immer noch Nazis wählst, bist du entweder blöde oder ein Arschloch. Oder ein blödes Arschloch.“
Die AfD wollte im Burghof in Oberwitelsbach ihren Wahlkampauf starten. Nun kam eine kurzfristige Absage des Wirts dazwischen und der Kreisverband sagte die Veranstaltung ab. Der AfD-Kreisverband hat seine für Freitagabend anberaumte Wahlkampfveranstaltung im Burghof in Oberwittelsbach, einem Stadtteil von Aichach, kurzfristig abgesagt. Das gab Kreisvorsitzender Paul Traxl in einer Pressemitteilung bekannt. Als Grund gibt die Partei Drohungen von „Gutmenschen aus dem linksextremen Milieu“ gegen den Wirt an. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte der Manager des Burghofs, der namentlich nicht genannt werden möchte: „Wir haben viele Nachrichten, E-Mails und Telefonanrufe bekommen, die angekündigt haben, uns nicht mehr zu besuchen.“ Das Team sei schockiert gewesen, mit der Situation überfordert und stelle klar, unparteiisch zu sein. Man könne und wolle es sich nicht erlauben, Kunden zu verlieren. „Wir leben von solchen Veranstaltungen und vermieten auch an andere Parteien“, sagte der Manager. Im September wurde der neue Wirt Ahwad Shukri, der auch den Peterhof in Kühbach betreibt, für den Burghof vorgestellt. Shukri bezieht schriftlich Stellung zu der Absage der AfD-Veranstaltung: „Der Burghof versteht sich als gastronomischer Betrieb und nicht als politischer Akteur. Die Vermietung unserer Räumlichkeiten erfolgt grundsätzlich aus geschäftlichen Gründen und stellt keine politische oder inhaltliche Unterstützung dar.“ Im Zusammenhang mit der geplanten Veranstaltung der AfD sei es zu einer Vielzahl von Rückmeldungen aus der Bevölkerung gekommen, verbunden mit erheblichem öffentlichen Druck. „In dieser Form und Intensität war dies für uns im Vorfeld nicht absehbar“, heißt es weiter. „Nach sorgfältiger Abwägung und im Sinne eines verantwortungsvollen und friedlichen Miteinanders“ habe man sich entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Der Burghof stehe für Gastfreundschaft, Respekt und Offenheit gegenüber allen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.
Die katholische Kirche bestätigt den Ausschluss des saarländischen AfD-Politikers Christoph Schaufert aus einem Kirchengremium. Der Politiker reagiert mit seinem Kirchenaustritt. Warum der Vatikan so entschied. ie zuständige Vatikanbehörde in Rom hat den Rauswurf des saarländischen AfD-Landtagsabgeordneten Christoph Schaufert aus einem katholischen Kirchengremium bestätigt. Die Beschwerde von Schaufert gegen seinen Ausschluss aus dem Verwaltungsrat der Pfarrei St. Marien in Neunkirchen werde wegen „rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit“ zurückgewiesen, teilte das Dikasterium für den Klerus mit. Schaufert war im April 2024 aus dem Verwaltungsrat entlassen worden. Als „Gesicht einer Partei, die dem christlichen Menschenbild widersprechende Haltungen vertritt“, schade Schaufert der Glaubwürdigkeit der Kirche, hatte Generalvikar Ulrich von Plettenberg begründet. Eine erste Beschwerde von Schaufert hatte der Trierer Bischof Stephan Ackermann abgewiesen. Bei der Entscheidung sei inhaltlich vor allem die Erklärung der deutschen Bischöfe „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ vom Februar 2024 maßgeblich gewesen, teilte der Bischof weiter mit.
siehe auch: Saar-AfD-Politiker darf nicht in Kirchengremium zurückkehren. AfD-Politiker Christoph Schaufert darf nicht in den Pfarrei-Rat einer Neunkircher Kirchengemeinde zurückkehren. Das bestätigte eine Behörde des Vatikan. (…) Wie das Dikasterium für den Klerus mitteilte, wurde eine Beschwerde von Schaufert wegen “rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit” zurückgewiesen. AfD vertrete Haltungen, die dem christlichen Menschenbild widersprechen Den Ausschluss aus dem katholischen Kirchengremium begründete Generalvikar Ulrich von Plettenberg vor fast zwei Jahren so: Der AfD-Politiker sei das Gesicht einer Partei, “die dem christlichen Menschenbild widersprechende Haltungen vertritt” und “der Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche schadet”.
Der Thüringer AfD-Landesparteichef Björn Höcke soll in Düsseldorf als Redner auftreten. Jetzt wurden mehrere Protestaktionen angekündigt. Auch ein Karnevalswagen soll zu sehen sein. Im Düsseldorfer Süden formt sich erneut Protest gegen eine Veranstaltung der AfD. Die Bürgerinitiative „Garath tolerant und weltoffen“ hat für den 23. Februar eine Aktion im Stadtteil angekündigt. An diesem Tag will der Kreisverband der Partei im Kulturhaus Süd den rechtsextremen Politiker Björn Höcke auftreten lassen, wie die AfD bereits im Dezember auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. Unter dem Motto „Garath ist bunt, nicht braun“ soll die Protestkundgebung an verschiedenen Orten in der Nähe von Düsseldorfs größtem Bürgerhaus stattfinden. Nach Angaben der Organisatoren hat Karnevalswagenbauer Jacques Tilly dafür bereits einen Motivwagen zugesagt. Zu sehen sein wird ein Werk aus dem Rosenmontagszug 2024. Darauf schluckt ein großer, bunter Fischschwarm einen kleineren Fisch mit AfD-Symbol. Die verschiedenen Aktionen in Garath sind zwischen 18 und 20 Uhr unter anderem auf dem Nikolaus-Groß-Platz und Heinrich-von-Brentano-Platz sowie am Platz an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und dem Miep-Gies-Platz vor dem Anne-Frank-Haus geplant. Zusammengeschlossen habe sich ein breites Garather Bündnis, wie die Initiative mitteilt. Demnach sind Vertreter der örtlichen Kirchengemeinden, Vereine, Gruppen, interessierte Bürger und Politiker dabei. „Unsere Aktionen sollen friedlich und überparteilich sein“, heißt es. Angemeldet worden seien bislang 1000 Teilnehmer, erklärte die Polizei.
Während die AfD in der Weser-Halle zum Bürgerdialog lädt, protestieren hunderte Menschen bei Minusgraden gegen die Veranstaltung – ein Großaufgebot der Polizei sichert das Gonsenheimer Wohnviertel ab. Demo in Mainz-Gonsenheim – Am Sonntag, den 25. Januar 2026, herrschte rund um die Sporthalle in der Rektor-Forestier-Straße in Gonsenheim Hochbetrieb. Ab 16:00 Uhr hielten die AfD-Politiker Jan Nolte, Frank Senger, Stephan Stritter und Jürgen Wiedenhöfer ihre Reden vor rund 30 Parteimitgliedern. Doch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit richtete sich vor allem auf das Geschehen vor den Türen der Halle. BYC-News war vor Ort. Protest bei Gefrierpunkt: Hunderte Demonstranten setzen Zeichen Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt versammelten sich hunderte Menschen, um gegen die Veranstaltung Flagge zu zeigen. Mit bunten Plakaten, großflächigen Bannern und lautstarken Parolen machten sie ihrem Unmut Luft. Die Teilnehmer der Demo in Mainz-Gonsenheim sangen Lieder und skandierten Slogans gegen die Politik der AfD. Angefacht wurde der Protest unter anderem durch den Gonsenheimer Ortsvorsteher Josef Aron. Dieser hatte den Raum in der Turnhalle zwar widerwillig an die Partei vermieten müssen, rief jedoch zeitgleich via Instagram zum Widerstand auf. „Wir stellen uns klar gegen diese Politik“, betonte Aron in den sozialen Netzwerken und forderte die Bürger zur Solidarität gegen den Faschismus auf.