Die US-Regierung hat Waffenlieferungen an die Ukraine gestoppt, mit der Begründung, sie würden für die eigenen Truppen knapp. Nun gibt es Hinweise, dass gar kein Mangel herrscht. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat offenbar Falschangaben zu den US-Vorräten von Flugabwehrraketen und Präzisionsmunition gemacht und zugesagte Lieferungen an die Ukraine eigenmächtig gestoppt. Das berichten  der TV-Sender NBC und weitere Medien. Hegseth hatte öffentlich gesagt, dass die US-Waffenbestände zu stark geschwunden seien, um weitere Lieferungen verantworten zu können. Das Weiße Haus hatte dazu eine entsprechende Pressemeldung veröffentlicht. Laut NBC und anderen Medien trifft das nicht zu. Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte, die US-Streitkräfte verfügten weiterhin »über alles, was sie für jeden Einsatz jederzeit und überall auf der Welt benötigen«. Ein Mangel an einsatzbereiter Munition für amerikanische Truppen liege nicht vor. Den Berichten zufolge hat Hegseth seine Entscheidung, die Lieferungen zu stoppen, zudem ohne Rücksprache mit dem Pentagon oder dem Kongress verkündet

via spiegel: Lieferstopp an Ukraine US-Regierung log offenbar über Waffenknappheit

siehe auch: Republikaner wüten über Ukraine-Waffenstopp – Informierte Hegseth nicht einmal Trump? „Niedrige Lagerbestände“ waren der offizielle Grund für einen Teilstopp der US-Waffenlieferungen an die Ukraine. Das US-Verteidigungsministerium hatte am 2. Juli verkündet, der Ukraine versprochene Patriot-Abwehrraketen, Artilleriemunition, Flugabwehrraketen und anderes Kriegsmaterial nicht zu liefern. Dabei stand das für die Ukraine überlebenswichtige Gerät bereits in Polen parat. US-Medien berichten jetzt, dass der Stopp der Waffenlieferungen in letzter Minute keineswegs eine von US-Präsident Trump abgestimmte Maßnahme war. Stattdessen soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Entscheidung im Alleingang getroffen haben. Außenminister Marco Rubio, der Kongress und Verbündete in Europa sollen nicht informiert gewesen sein, berichten mehrere Medien in den USA. Offenbar ist nicht einmal klar, ob US-Präsident Donald Trump im Detail über den Waffenstopp im laufenden Ukraine-Krieg informiert war. Das US-Magazin Politico berichtet unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen, der Waffenstopp habe „selbst Personen, die normalerweise gut über solche Angelegenheiten informiert sind, völlig unerwartet“ getroffen. „Selbst Verbündete von Präsident Donald Trump zeigten sich frustriert über den Schritt.“

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