Die Aufarbeitung an der Waldorfschule muss weitergehen, fordern der Landesverband und der hinzugezogene Verein „Bildung gegen Rechts“. Der Landesverband der Waldorfschulen droht den Ravensburgern mit einem Ausschluss. Das liegt an einem Positionspapier zu den Werten, die an der Schule gelebt werden. Nachdem ein Lehrer an der Ravensburger Waldorfschule als bekennender Reichsbürger aufgeflogen war, kommt die Schulgemeinschaft jetzt bei der Arbeit an einem neuen Wertekompass unter Druck. Denn der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg (LAG) will bald Ergebnisse sehen: Sollte das Positionspapier zu den an der Schule gelebten Werten nicht bis Ende Oktober von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft unterschrieben sein, droht der Rauswurf aus dem Landesverband. So zumindest schildert es die Ravensburger Schule in ihrem internen Mitteilungsblatt. Über diese Schärfe im Umgang sei man überrascht. (…) Für den Aufarbeitungsprozess hat sich die Schule die Hilfe des Vereins „Bildung gegen Rechts“ geholt. Diese Aufgabe hat dort Albrecht Hüttig übernommen, der nun offenbar in einem Bericht über die Aufarbeitungsbemühungen in Ravensburg geschrieben hat, dass diese nicht ausreichend waren. So steht es im internen Mitteilungsblatt der Schule, dem „Gelben Boten“. Der Bericht von Hüttig verweist demnach „auf eine noch immer uneinheitliche Haltung der Beteiligten hinsichtlich der Aufarbeitung mehr als deutlich hin“. Das Kollegium habe ein Positionspapier zur Wertegemeinschaft erstellt. „Allerdings wurde der Entwurf als nicht scharf genug abgelehnt und eine Erweiterung auf die gesamte Genossenschaft verlangt“, heißt es im Schulmitteilungsblatt weiter. Die Schule wird von einer Genossenschaft getragen.

via schwaebische: Ausschluss aus Landesverband droht Reichsbürger-Fall an Waldorfschule nicht ausreichend aufgearbeitet

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