Ein großer Teil der Geflüchteten, die 2015 nach Deutschland kamen, ist einer aktuellen Studie zufolge erwerbstätig. Oft arbeiten sie aber in Jobs, für die sie überqualifiziert sind. Mehr als die Hälfte der im Jahr 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge war einer Analyse zufolge im Jahr 2021 erwerbstätig. Im Vergleich zu 2020 ist dies ein Anstieg um etwa zehn Prozent. Das zeigt eine in Nürnberg veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Von den seit sechs Jahren in Deutschland lebenden Geflüchteten übten 2021 danach 41 Prozent eine Arbeit unterhalb ihres Tätigkeitsniveaus vor der Flucht aus, heißt es in der Studie. Zwölf Prozent arbeiteten über ihrem früheren Tätigkeitsniveau. Die Co-Autorin der Studie, Yuliya Kosyakova, sagte, dies sei angesichts des Fachkräftemangels ein wichtiges Potenzial: “Sie sind hier, stehen zur Verfügung und sind sehr motiviert.” (…) Mit zunehmender Aufenthaltsdauer steigt laut IAB auch das mittlere Monatsgehalt von Geflüchteten. Ihr durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst sei von 1.660 Euro in den ersten beiden Jahren nach der Einreise auf 2.037 Euro im sechsten Jahr gestiegen. “Allerdings verdienen Geflüchtete nach wie vor deutlich weniger pro Stunde als der Durchschnitt der Beschäftigten”, erklärte Herbert Brücker vom IAB. Dabei spiele das geringe Durchschnittsalter der Geflüchteten eine Rolle. So erreichten die 18- bis 25-jährigen Geflüchteten 74 Prozent der mittleren Verdienste ihrer Altersgruppe im Bevölkerungsdurchschnitt.

via tagesschau: Integration in den Arbeitsmarkt Über die Hälfte der 2015 Geflüchteten erwerbstätig

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