Nun hat auch Hessen seinen Vertrag mit der Luca-App gekündigt. Das Gesundheitsministerium des Landes begründete den Schritt mit mangelnder Nutzung. Auch in anderen Bundesländern trägt die App nicht nennenswert zur Pandemiebekämpfung bei. Das Schicksal der Luca-App als Mittel der Pandemiebekämpfung scheint besiegelt. Mit Hessen hat heute ein weiteres Bundesland Vertrag mit der Firma Culture4Life gekündigt. Acht von 13 Ländern verlängern ihre Luca-Lizenzen demnach absehbar nicht. „Wir haben Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass wir die Zusammenarbeit über Ende März 2022 hinaus nicht fortsetzen werden“, sagte Hessens Gesundheitsminister Kai Klose laut einer Pressemitteilung. Von den knapp 37.000 in Hessen registrierten Luca-Standorten habe nur noch ein Bruchteil die App aktiv genutzt und auch von den Gesundheitsämtern erfolgten kaum noch Anfragen an Luca. Das habe den Entschluss erleichtert, so Gesundheitsminister Klose.
Daneben hatten Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen gekündigt oder Verträge nicht verlängert. Im Saarland und in Brandenburg ist eine Kündigung absehbar, aber noch nicht ausgesprochen. Auch in Niedersachen und Rheinland-Pfalz wird über einen Aussteig debattiert, Hamburg denkt darüber nach, die Lizenzen zu verlängern. Der Stadtstaat im Norden hatte die Daten der App nennenswert für die Kontaktverfolgung in den Gesundheitsämtern genutzt, die Pflicht zur digitalen Kontaktnachverfolgung für die Gastronomie soll jedoch bald wegfallen.
via netzpolitik: Hessen ist raus – Mehrheit der Bundesländer kündigt die Verträge für Luca