Mehrere Hundert Menschen demonstrieren im Wohnort von Alice Weidel gegen Rechts. Dort erhalten die Demonstranten auch Gegenwind. Einige Kilometer von Alice Weidels Wohnung im Schweizer Bezirk Einsiedeln kamen am Samstag mehrere Hundert Menschen zusammen, um auf dem Marktplatz “gegen Rechts” und die deutsche AfD-Kanzlerkandidatin zu demonstrieren. Dort skandierten sie Rufe wie “Weidel raus”, “Nazis raus” und “Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda”. Eine geplante Gegenkundgebung von Personen aus dem rechtsextremen Spektrum um die Gruppierung “Mass-Voll” wurde nicht zugelassen. Dennoch waren einige Teilnehmer der Gruppierung angereist. Die Polizei, mit Helmen und Schildern ausgerüstet, trug die Gegendemonstranten weg. Den Demonstranten gegen Weidel schlug dennoch verbale Ablehnung entgegen: Zuschauer buhten, pfiffen und hielten Schilder mit der Aufschrift “gegen linke Hetze” hoch. Es blieb allerdings bei Wortgefechten. Einzelne Gegner der Kundgebung hielten auch AfD-Plakate hoch. Die Proteste gegen Weidel wurden von mehreren Personen aus der deutschsprachigen und französischen Schweiz organisiert. Ebenso waren Teilnehmer aus Deutschland, etwa aus dem Grenzort Lörrach, angereist. Eine der Organisatorinnen sagte t-online, die Anwohner aus Einsiedeln hätten sich zurückgehalten: “Der soziale Druck pro Weidel ist hier hoch.” Die Idee für die Kundgebung sei vor etwa zehn Tagen entstanden, “noch schnell vor der Wahl”. Man habe wegen der kurzen Vorbereitungszeit zunächst mit 50 Teilnehmern gerechnet. Fünf Festnahmen Die Kantonspolizei sprach von 250 Teilnehmern, mehreren hundert Gegendemonstranten und einer aufgeheizten Stimmung mit Provokationen und Handgreiflichkeiten.
via t-online: Kundgebung in Einsiedeln Hunderte demonstrieren in Weidels Wohnort
siehe auch: Protest in Schweizer Wohnort von AfD-Chefin Weidel: Fünf Festnahmen Einige Hundert Menschen demonstrierten in Einsiedeln. Der Protest richtete sich “gegen den Rechtsruck”. Es kam laut Polizeiangaben zu Handgreiflichkeiten. Im Schweizer Wohnort von AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel und ihrer Familie sind am Rande einer Demonstration fünf Menschen vorübergehend festgenommen worden. Der angemeldete und genehmigte Protest in Einsiedeln im Kanton Schwyz richtete sich “gegen den Rechtsruck”. Allerdings fanden sich nach Aufrufen in sozialen Medien auch Gegendemonstranten ein. Es habe “Provokationen und Handgreiflichkeiten” gegeben, berichtete die Polizei. Größere Ausschreitungen seien aber verhindert worden. Die fünf Festgenommenen hätten verbotene Gegenstände dabeigehabt oder sich nicht an polizeiliche Weisungen gehalten, hieß es weiter. Sie seien angezeigt worden. (…) “Wir kämpfen für eine Welt mit Vielfalt und ohne Faschismus”, sagte eine Rednerin von “Bündnis gegen Rechts” bei einer Kundgebung. Weidel betreibe eine Politik der sozialen Kälte. Auf einem Plakat war “Weidel raus” zu lesen. Die Gegendemonstranten buhten die Teilnehmer aus und beschimpften sie, wie in Videos zu sehen war. Einige skandierten Unterstützerrufe wie “AfD, AfD”. Vor der Demonstration gab es bereits eine Briefaktion mit Kritik an Weidel, wie der Landschreiber von Einsiedeln, Patrick Schönbächler, auf Anfrage bestätigte. Auch im Amt sei ein offener Brief eingetroffen. Darin wurde Weidel aufgefordert, das Land zu verlassen – samt einem nachgeahmten Rückflugticket.


