Winfried Stöcker schrieb Brief an Lübecker – Wahlwerbung für die AfD?

Kurz vor der Bundestagswahl haben offenbar zahlreiche Haushalte in Lübeck und Umgebung Post von dem Unternehmer Winfried Stöcker bekommen. Er kritisiert darin die “Herrschaft der Unfähigen” und lobt die AfD. Ist das Wahlwerbung? von Dennis Schwalm Das Schreiben, das in den Tagen vor der Bundestagswahl offenbar in zahlreichen Briefkästen gelandet war, kommt auf den ersten Blick unauffällig daher. Unter anderem ist das Logo des Lübecker Flughafens auf das Briefpapier gedruckt – der Text startet mit den Worten: Liebe Mitbürger! Dann geht es los mit der Kritik: Stöcker schreibt unter anderem von einer “Herrschaft der Unfähigen”, die den Niedergang Deutschlands zu verantworten hätten. Es folgen Vorwürfe zur deutschen Asylpolitik, Kritik an Verwaltungen, Behörden und Beamten. Ist der Brief eine Parteispende? “Bündnis gegen Rechts” fordert Prüfung Mal geht es dabei um den Umweltschutz, mal um Genehmigungen für ein Bauvorhaben in der sächsischen Stadt Görlitz. Lob bekommt nur eine Partei: die AfD. Genau deshalb gibt es Kritik vom Lübecker “Bündnis gegen Rechts”, das eine Überprüfung durch die Bundestagsverwaltung fordert. Wurde hier möglicherweise eine Partei unerlaubt finanziell unterstützt? Stöckers Briefe kamen im ganzen Stadtgebiet und umliegenden Gemeinden an Noch ist unklar, wie viele Haushalte das Schreiben tatsächlich bekommen haben. Den NDR haben aus dem gesamten Lübecker Stadtgebiet Hinweise dazu erreicht. Auch in den Kreis Ostholstein, darunter in die Kommunen Stockelsdorf, Bad Schwartau und Timmendorfer Strand, wurde der Brief verschickt. In der Nähe der im Schreiben erwähnten sächsischen Stadt Görlitz tauchte das Schreiben ebenfalls auf. Ob es sich dabei aber um eine unerlaubte Unterstützung der AfD handelt, ist unklar. Die Bundestagsverwaltung hat auf Nachfrage bestätigt, dass das entsprechende Schreiben auch dort vorliegt. Details zum konkreten Fall konnte die Behörde noch nicht machen. Generell würden solche Fälle aber gemäß Parteiengesetz geprüft, hieß es in der schriftlichen Antwort aus Berlin.

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Vorstand wusste von nichts – Nach Einladung von AfD-Chefin Weidel: Euroimmun bestellt Winfried Stöcker ein

Unternehmensgründer Winfried Stöcker hat der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel den sächsischen Euroimmun-Standort gezeigt. Der Lübecker Konzern, seit 2017 in US-Hand, distanziert sich von der Aktion. Wie Stöcker den Besuch begründet. Winfried Stöcker, Gründer des Unternehmens Euroimmun und Besitzer des Lübecker Flughafens, sorgt erneut für Wirbel. Wie jetzt bekannt wurde, hat der 77-Jährige in der vergangenen Woche die AfD-Vorsitzende Alice Weidel unangemeldet durch die Räumlichkeiten von Euroimmun in seinem Geburtsort – dem sächsischen Rennersdorf in der Nähe von Görlitz – geführt. Der 1987 von Stöcker gegründete Konzern für Labordiagnostik hat seinen Hauptsitz in Lübeck. Im Jahr 2017 hat Stöcker Euroimmun für 1,2 Milliarden Euro an das US-Unternehmen PerkinElmer verkauft. Die jetzigen Besitzer des Lübecker Konzerns distanzieren sich von Stöckers Aktion. Als der derzeitige Vorstand von dem gemeinsamen Besuch von Stöcker und Weigel in Sachsen erfuhr, hat er den Unternehmensgründer umgehend zu einem Gespräch gebeten, sagt Euroimmun-Sprecherin Annekathrin Staub. „Wir möchten klarstellen, dass Euroimmun ein weltoffenes Unternehmen ist“, sagt Dirk Beecker, Vorstandsvorsitzender von Euroimmun. (…) Der Euroimmun-Gründer macht derweil keinen Hehl aus seinen Sympathien für die AfD. Auf Einladung des schleswig-holsteinischen AfD-Landesverbandes wollte Stöcker am Freitag in Nordhastedt (Kreis Dithmarschen) einen Vortrag halten.

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Von der #Polizei gestoppt – #AfD-#Großspender spritzt nicht zugelassenen #Impfstoff – #covidioten #quacksalber #WinfriedStöcker

Der rechtspopulistische Arzt Winfried Stöcker gründete einen Medizinkonzern und besitzt den Lübecker Flughafen. Beides nutzte er für eine Impfaktion mit einer Do-it-yourself-Vakzine – bis die Polizei einschritt. Winfried Stöcker ist eine schillernde Persönlichkeit – um es zurückhaltend zu formulieren. Der Arzt und Medizinprofessor wurde dank seines auf Labordiagnostik spezialisierten Unternehmens Euroimmun sehr reich, hat viele Patente angemeldet und ist weltweit gut im Geschäft. (…) Deutschlandweit machte Stöcker zunächst mit fremdenfeindlichen Äußerungen Schlagzeilen, später spendete er hohe Summen an die AfD. Zuletzt gab er bekannt, einen eigenen Impfstoff zu entwickeln und an sich selbst zu testen. Diese Vakzine wollte er am Wochenende am Lübecker Flughafen an Freiwillige verimpfen. Zugelassen ist sie aber bislang nicht. Die Polizei stoppte die Impfaktion am Samstag, wie die »Bild« berichtet. Am Nachmittag hätten 150 Menschen im Airport gewartet, und 50 hätten eine Impfdosis verabreicht bekommen, so die Zeitung. Als die Polizei einschritt, seien Spritzen und Impflisten sichergestellt und Personalien aufgenommen worden. (…) Sein selbst entwickelter Impfstoff brachte Stöcker ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ein. Fast zeitgleich tauchte sein Name auf Spenderlisten der AfD auf, wie der SPIEGEL berichtete. 2019 spendete der Unternehmer 20.000 Euro an die rechtsradikale Partei. Stöcker war einst in der FDP, sein Anwalt im juristischen Streit über die Selbstimmunisierungen war der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki.

via spiegel: Von der Polizei gestoppt – AfD-Großspender spritzt nicht zugelassenen Impfstoff

AfD erhält erneut Großspende von Lübecker Flughafen-Eigentümer

Der Unternehmer Winfried Stöcker hat der rechtspopulistischen Partei eine Spende in Höhe von 50.000 Euro zukommen lassen. Er ist Eigentümer des Flughafens Lübeck-Blankensee. Die Zahlung an die AfD wurde nach den geltenden Vorschriften als Parteispende veröffentlicht und erfolgte kurz vor Weihnachten. Stöcker ist in der Öffentlichkeit vor allem als ehemaliger Pharmaunternehmer und Investor im Luftverkehrsumfeld bekannt.

via aero: AfD erhält erneut Großspende von Lübecker Flughafen-Eigentümer

siehe auch: Nicht die erste Spende… Siehe weitere Meldungen im Archiv zu Stücker

Putin-Versteher und „Querdenker“ protestieren am Brandenburger Tor

Ein Bündnis von Rechten und Corona-Kleinrednern will gegenüber Russland die weiße Fahne hissen und Friedrich Merz „hinwegfegen“. Mehrere hundert Demonstranten haben sich am frühen Nachmittag zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor versammelt. Dazu aufgerufen hat die Initiative „Deutschland steht auf“. Die Veranstaltung unter anderem gegen Waffenlieferungen aus Deutschland steht unter dem Motto „Frieden. Freiheit. Volksabstimmung“. Bei der Polizei angemeldet waren 10.000 Teilnehmer. (…) Nach Angaben der Berliner Polizei nahmen an der Kundgebung rund 650 Menschen teil. Zu den Rednern gehörte auch der Arzt und Unternehmer Winfried Stöcker, der vor der Bundestagswahl 1,5 Millionen Euro an die AfD gespendet hatte. (…) Im Anschluss an die Kundgebung war ein Demonstrationszug durchs Regierungsviertel geplant. Bereits mittags waren auf der Straße des 17. Juni eine Reihe von Info-Ständen aufgebaut worden. Dazu gehörten auch solche von der AfD, der rechtskonservativen Kleinpartei Werteunion von Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen und von der Kleinpartei Die Basis, die als parteipolitischer Arm der „Querdenker“-Bewegung gilt.

via morgenpost: Putin-Versteher und „Querdenker“ protestieren am Brandenburger Tor

Bundestagswahlkampf – AfD erhält Großspende in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Es ist offenbar die größte Spende für die AfD in ihrer Parteigeschichte. 1,5 Millionen Euro hat die rechte Partei erhalten. Der Spender ist Arzt, Multimillionär – und sorgte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen.Die Alternative für Deutschland hat eine Großspende über 1,5 Millionen Euro erhalten. Spender ist der Multimillionär und Arzt Winfried Stöcker. Nach Informationen des SPIEGEL ist es die größte Einzelspende, die die AfD in ihrer Parteigeschichte erhalten hat. Zuvor hatte der Rekord für die größte Parteispende an die AfD laut aktuellen Informationen bei rund 266.000 Euro gelegen, sie stammte vom Bauingenieur und Unternehmer Hartmut Issmer. Laut dem Parteiengesetz sind einzelne Großspenden, die 35.000 Euro übersteigen, der Präsidentin des Deutschen Bundestages unverzüglich anzuzeigen und von dieser unter Angabe des Zuwenders zeitnah zu veröffentlichen. Dort findet sich nun auch die Millionenspende Stöckers.  Mehr zum Thema Rechtsextremismus: Die geheimen Geldgeber des »Compact«-Magazins Unternehmer impft auf eigene Faust: Der Corona-Tüftler und sein Impfstoff im Marmeladenglas Von Christoph Schult Parteifinanzen: Umstrittener Impfstoff-Forscher spendete an AfD Von Ann-Katrin Müller, Sven Röbel, Christoph Schult und Severin Weiland Bekannt wurde Stöcker während der Coronapandemie, als er einen eigenen Coronaimpfstoff entwickelte, der allerdings nicht zugelassen wurde und nie auf den Markt kam. Der Multimillionär war einst Mitglied der FDP, 2021 wurde erstmals bekannt, dass er Geld an die AfD gespendet hatte. Damals ging es um rund 20.000 Euro, also nur um einen Bruchteil des jetzigen Spendenbetrags von 1,5 Millionen Euro. Aus seiner Sympathie für die rechte Partei machte Stöcker nie einen Hehl: »Die AfD hat viele gute Ansichten und verbreitet auch einige schlechte«, sagte er bereits 2021 dem SPIEGEL.

via spiegel: Bundestagswahlkampf AfD erhält Großspende in Höhe von 1,5 Millionen Euro

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