Teilnehmer der Reisegruppe sollen Korrespondenten bei der Arbeit gestört und online gegen Journalisten agitiert haben. Sie sollten offenbar die Nationalratsabgeordnete und Europasprecherin der FPÖ, Petra Steger, bei einem Besuch des EU-Parlaments begleiten, wie eine interne Auflistung zeigt. Offenbar nicht nur, um über die Aktivitäten der blauen EU-Abgeordneten wie Harald Vilimsky zu berichten, sondern auch, um Stimmung gegen die Unterstützung der Ukraine zu erzeugen und um gegen Journalistinnen und Journalisten zu agitieren. So sollen Kamerateams öffentlich-rechtlicher Medien bei ihrer Arbeit gestört worden sein sowie Bildschirme von Arbeitsgeräten abgefilmt worden sein. In einer Liveschalte in ORF III ist beispielsweise zu beobachten, wie sich einer der Reiseteilnehmer hinter dem ORF-Korrespondenten aufbaut und ihn womöglich filmt oder fotografiert. Außerdem beschimpfte der “Chefreporter” von “Report 24” den Korrespondenten der “Kleinen Zeitung” auf X (vormals Twitter) als “Systempresse-Schreiberling”; einem ORF-Korrespondenten attestierte er, in der “Clownwelt der geisteskranken Linken” zu leben. Mitglieder der Delegation der Grünen, die vor der FPÖ ein Pressebriefing abhielten, sollen beim Verlassen des Raumes von der Reisegruppe angepöbelt worden sein.

via standard: FPÖ lud Identitäre und rechtsextreme Medien nach Straßburg ein