Die Werteunion in Baden-Württemberg stellt sich nach Führungsquerelen neu auf. Dabei soll auch mit der AfD gesprochen werden. Derweil distanziert sich die CDU von dem Verein. Die nach eigenen Angaben CDU-nahe Werteunion soll demnächst zu einer Partei werden. Das hat der Verein mit ihrem Vorsitzenden Hans-Georg-Maaßen, dem ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten, am 20. Januar in Erfurt beschlossen. Auch in Baden-Württemberg gab es bereits Treffen. Doch wofür steht die Werteunion und wie steht die CDU im Land zu dem Verein? (…) Hier trifft sich an diesem Abend im Februar zum zweiten Mal die Werteunion Nordschwarzwald zum Stammtisch. Allerdings ist das keine offene Runde: Mitglieder des politischen Vereins und Interessierte kommen in einem Hinterzimmer zusammen. Auch die Presse will man bei dem Treffen nicht dabei haben. Manche Mitglieder könnten sich vor der Kamera nicht so gut ausdrücken; die wolle man vor falschen Aussagen schützen, deswegen wolle man lieber unter sich bleiben, erklärt Carl Maria Falck von der Werteunion Baden-Württemberg telefonisch gegenüber dem SWR. (…) Wenige Tage vor dem Stammtisch hat hier eine örtliche Gruppe der AfD ein Treffen organisiert. Ein Treffen, das auch für eine Gegendemonstration vor dem Gasthof gesorgt hatte. Im Gasthof geben sich AfD und Werteunion also bereits die Klinke in die Hand. Werteunion möchte auch mit der AfD sprechen Etwas, das man auf Seiten der Werteunion explizit nicht vermeiden möchte. Im Gegenteil: Man wolle ganz bewusst miteinander reden und zwar mit allen. Das bedeute eben auch das Gespräch mit der AfD. Das sei eine gute demokratische Übung, erklärt Falck vor dem Gasthof. Und er ergänzt: Die Idee einer Brandmauer rechts der CDU wolle man nicht.

via swr: Vor möglicher Parteigründung Werteunion in Baden-Württemberg will keine Brandmauer zur AfD