Ukrainischen Angaben zufolge soll das Schiff Treibstoff für die russischen Truppen liefern. Aus Moskau hieß es, die „SIG“ schwimme noch. Kiew nannte den Angriff „erfolgreich“. Heute, 16:24 Uhr In der Straße von Kertsch am Schwarzen Meer ist ein russischer Tanker von einer ukrainischen Marinedrohne getroffen worden. Der Tanker „SIG“, der nach ukrainischen Angaben „Treibstoff für russische Truppen transportierte“, sei in der Nacht zu Samstag vor der Krim angegriffen worden. Nach Angaben von Russlands Föderalem Dienst für Wasserwege und Schiffsverkehr schwimmt das Schiff trotz eines Lochs noch. Die ukrainische Schifffahrtsbehörde erklärte sechs Häfen an der russischen Schwarzmeerküste zum Kriegsrisikogebiet. Dies betreffe die Häfen von Taman nahe der Krim-Brücke im Westen über Anapa, Noworossijsk, Gelendschik und Tuapse bis hin nach Sotschi im Osten kurz vor der georgischen Grenze. Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen. Der „erfolgreiche Spezialeinsatz“ gegen den russischen Tanker sei gemeinsam mit der Marine in ukrainischen Hoheitsgewässern erfolgt, hieß es aus ukrainischen Sicherheitskreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Dabei seien eine Marinedrohne und Sprengstoff zum Einsatz gekommen. Das Schiff sei „gut mit Treibstoff beladen gewesen, sodass das “Feuerwerk’ von Weitem gesehen werden konnte“, hieß es. Krim-Brücke war rund drei Stunden gesperrt Der Tanker „SIG“ sei am Freitag gegen 23.20 Uhr (22.20 Uhr MESZ) südlich der Meerenge vor der Halbinsel Krim getroffen worden, erklärte Russlands Föderaler Dienst für Wasserwege und Schiffsverkehr am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die „SIG“ habe „wahrscheinlich infolge eines Angriffs mit einer Marinedrohne“ nun ein Loch in Höhe der Wasserlinie im Bereich des Maschinenraums, teilte die Behörde mit. Das Schiff schwimme aber noch, hieß es auf russischer Seite weiter. Eine Ölsperre sei um das Schiff herum errichtet worden, die Reparatur werde vorbereitet. Der Chemikalientanker „SIG“ ist von den USA mit Sanktionen belegt, weil er russischen Streitkräften in Syrien Treibstoff geliefert hatte. Der Vizechef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, droht der Ukraine mit weiteren Angriffen auf deren Häfen und umfassenden Umweltschäden. Der frühere Präsident erklärt in sozialen Medien, die Ukraine wolle eine Umweltkatastrophe anrichten und solle deswegen selbst von einer solchen Katastrophe getroffen werden. Die bisherigen russischen Angriffe auf ukrainische Häfen wie Odessa und Ismajil reichten nicht aus.

via tagesspiegel: Medwedew droht Kiew mit Umweltkatastrophe: Ukrainische Drohne beschädigt Tanker in Straße von Kertsch nahe der Krim

siehe auch: Nahe der Krim-Brücke Ukraine bestätigt Angriff auf Tanker. Ukrainische Sicherheitskreise haben einen Angriff auf den russischen Tanker “SIG” bestätigt. Demnach wurde das Schiff per Drohne nahe der Krim-Brücke attackiert. Russischen Angaben zufolge entstanden keine größeren Schäden.Für den nächtlichen Angriff auf einen russischen Tanker nahe der Krim-Brücke über die Straße von Kertsch ist eigenen Angaben zufolge die Ukraine verantwortlich. Ein Sprecher des ukrainischen Sicherheitsdienstes bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass der Tanker “SiG” Ziel eines Drohnenangriffs gewesen sei.Demnach soll für die Attacke am späten Freitagabend eine Seedrohne eingesetzt worden sein, die mit 450 Kilogramm Sprengstoff ausgerüstet gewesen sei, zitierte die Nachrichtenagentur die namentlich nicht genannte Quelle weiter. Der Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Wassyl Maljuk, bekannte sich nicht klar zu dem Angriff. Er betonte aber, dass “solche Spezialoperationen in den territorialen Gewässern der Ukraine vorgenommen und absolut legal” seien. Zudem bezeichnete er Angriffe dieser Art als einen “absolut logischen und effektiven Schritt mit Blick auf den Feind”.

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