Die AfD behauptet gerne, den „wahren Volkswillen“ zu repräsentieren. Eine neue Studie belegt nun: Die Partei wird ihrem Selbstbild nicht gerecht. Anfang Februar feierte die AfD ihr zehnjähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung am 6. Februar 2013 hat die rechtspopulistische Partei die deutsche Parteienlandschaft nachhaltig verändert und sich dabei von einer rechtskonservativen „Professorenpartei“ zu einer Partei Rechts Außen entwickelt. Gerade in Ostdeutschland ist sie mit ihrer Strategie, sich als einzige wirklich bürgernahe Kümmererpartei zu inszenieren, erfolgreich und macht den Volksparteien CDU und SPD in manchen Regionen ernsthaft Konkurrenz. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) belegt nun, dass hinter der beanspruchten Bürgernähe nicht viel Substanz steckt. Das werde an der Zahl der Parteibüros oder Anlaufstellen deutlich. Da nicht einmal die Bundes-AfD selbst eine entsprechende Statistik führt, haben die Wissenschaftler:innen die Daten für alle Parteien anhand von Google Nearby Search API maschinell ausgelesen. Dieses Vorgehen garantiert keine fehlerlose Treffsicherheit und unterschätzt vermutlich die tatsächliche Anzahl an Anlaufstellen; die stichprobehafte Überprüfung deutet jedoch auf eine valide Approximation der Verteilung von Anlaufstellen hin.

via buzzfeed. Bürgernah? AfD auf dem letzten Platz, zeigt Studie – „Selbstbild trügt“