Das Verfahren gegen den Neonazi-Anwalt Dirk W. im sogenannten Turonen-Prozess am Landgericht Erfurt ist wegen eines Bandscheiben-Vorfalls abgetrennt worden. Damit muss der Prozess gegen ihn erneut begonnen werden. Im sogenannten Turonen-Prozess am Landgericht Erfurt muss das Verfahren gegen einen der Hauptangeklagten erneut beginnen: Der Rechtsanwalt hat einen Bandscheibenvorfall, sein Verfahren wird deswegen abgetrennt. Der Vorsitzende Richter erklärte am Montag, der Angeklagte hätte nur drei Stunden am Stück am Prozess teilnehmen können. Das spräche gegen den Beschleunigungsgrundsatz. Mit der Abtrennung folgte die Kammer einem Antrag der Staatsanwaltschaft Gera. Über ein Aufheben der Untersuchungshaft hat das Gericht dagegen noch nicht entschieden. Die Staatsanwaltschaft hatte sich dagegen ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass die notwendige Operation und Reha-Maßnahmen auch unter Bewachung möglich seien. Dem Neonazi-Anwalt wird vorgeworfen, ein mutmaßliches rechtsextremes Drogennetzwerk juristisch abgeschottet sowie Geldwäsche betrieben zu haben. Gegen den Neonazi besteht weiter dringender Tatverdacht.
via mdr: Bandscheiben-Vorfall: Verfahren gegen Neonazi-Anwalt wird von Turonen-Prozess abgetrennt