Die AfD fühlte sich bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kirchengeläut gestört – nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen katholischen und einen evangelischen Geistlichen. Eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren drohen. Weil sich die AfD bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kirchengeläut gestört gefühlt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Essen gegen einen katholischen und einen evangelischen Geistlichen in Gelsenkirchen. Es liege der Verdacht einer Straftat vor, da die Seelsorger mit dem Geläut eine nicht verbotene Versammlung absichtlich und grob gestört haben könnten, teilte die Staatsanwaltschaft der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag mit. Dem katholischen Pfarrer Markus Pottbäcker und dem evangelischen Superintendenten Heiner Montanus drohen demnach eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. (…) Der katholische Propst Pottbäcker sprach im April in der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (WAZ) von “falschen” Vorwürfen der AfD. “Wir haben uns streng an die Vorgaben der Bischofskonferenz gehalten, die seit Ende Februar vorgeben, dass jeden Samstag fünf Minuten lang zum Friedensgebet gerufen wird”, so Pottbäcker. “Dass darüber hinaus bereits seit dem 13. Jahrhundert jeden Tag um 12.00 Uhr die Glocken läuten, um an die Geburt Jesus Christus zu erinnern, sollten doch gerade die selbst ernannten Retter des Abendlandes wissen.”

via katholisch: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Geistliche wegen Kirchengeläut

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