Von reuters , neb 09.08.2022 – 18:32 Uhr Lesedauer: 3 Min. Airbus A350: Aufgrund eines Mangels an Ersatzteilen demontiert die größte russische Airline laut Insidern nun einen neuen Airbus A350, um sich zu helfen. (Quelle: dpa-bilder) Abgeschnitten von westlicher Technik: Die russische Luftfahrt spürt die Folgen der Sanktionen und greift zu drastischen Maßnahmen. Ein nagelneuer Airbus A350 wird zum Symbol der Folgen der Sanktionen gegen Russland. Immer wieder haben Experten und Politiker betont, dass die Auswirkungen der harschen Maßnahmen gegen die russische Wirtschaft erst nach einigen Wochen ihre Auswirkungen zeigen würden. Die Luftfahrt ist nun eine der ersten Branchen, in der die russische Wirtschaft offensichtlich in Bedrängnis gerät. Russische Airlines wie die staatliche Aeroflot demontieren in ihrer Not Flugzeuge, um an Teile zu kommen. Das sagten vier Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters. Mit den vor rund einem halben Jahr verhängten Sanktionen des Westens gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges versiegten die Techniklieferungen. Die Lösung schien für die russische Regierung dabei naheliegend. Bereits im Juni empfahl sie, Flugzeuge für Ersatzteile auszuschlachten, damit im Ausland gebaute Jets – vornehmlich von Boeing und Airbus – bis 2025 in Betrieb bleiben können. (…) Die Flotte der größten russischen Airline Aeroflot besteht zu 80 Prozent aus Maschinen der beiden westlichen Flugzeugbauer Airbus und Boeing. Ende letzten Jahres zählte Aeroflot 134 Boeing- und 146 Airbus-Flieger sowie fast 80 russische Sukhoi Superjet-100 – die ebenfalls stark auf westliche Technik angewiesen sind. Nach jüngeren Daten des Portals Flightradar24 hoben 50 Flugzeuge oder 15 Prozent der Flotte zuletzt nicht mehr ab, zumal einige Maschinen im Ausland strandeten.
via t-online: Wirksame Sanktionen Russland nimmt neuen Airbus für Ersatzteile auseinander

Von Kirill SH – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC0, Link – symbolbild