Der Weg für Finnland und Schweden in die Nato ist geebnet. Sobald beide Staaten auch offiziell dem Militärbündnis angehören, ist Russland der einzige Ostsee-Anrainer, der nicht der Nato angehört. Tabu ist das Meer für russische Schiffe dennoch nicht – die deutsche Marine erklärt Gründe. (…) Denn außerhalb der Hoheitsgewässer – in der Regel eine Zwölf-Meilen-Zone vor der Küste des Anrainerstaates – dürfte die russische Marine auch weiterhin operieren. Um die Ostsee verlassen zu können, müssen russische Schiffe – auch Kriegsschiffe – aber deutsche, schwedische oder dänische Hoheitsgewässer durchfahren. „Auch das ist in Friedenszeiten kein Problem“, so Dumrese. Die Durchfahrt werde vorher auf diplomatischem Wege angemeldet. „Russland meldet dann an, wann welches Schiff auf welchem Weg die Hoheitsgewässer durchfährt.“ Bedingung: Die Waffensysteme an Bord dürfen während der sogenannten „friedlichen Passage“ nicht bewegt und gedreht werden, bestimmte Radarsysteme müssen abgeschaltet bleiben.

via rnd: Deshalb können sich russische Kriegsschiffe frei auf der Ostsee bewegen

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