Der französische Rechtsextremist Eric Zemmour will sich auf der Fußballanlage von Familie Zidane als Wahlkämpfer inszenieren – und wird rausgeworfen. Was macht eigentlich Zinédine Zidane derzeit? Und was Eric Zemmour? Ersterer scheiterte vergangenes Jahr als Cheftrainer bei Real Madrid und ist nun immer mal wieder im Gespräch, wie halt Trainernamen immer mal wieder im Gespräch sind. Letzterer scheiterte vergangene Woche beim Versuch, Frankreichs Staatspräsident zu werden – und zwar einer, der noch rechts­extremer ist als Marine Le Pen. Eine Woche, bevor Zemmour bei den Wahlen abschmierte, kam er bei Zidane vorbei. Nicht beim Fußballstar persönlich, aber immerhin dessen Bruder Noureddine Zidane war anwesend. Zemmour erschien nämlich inmitten seines hässlichen Wahlkampfgetöses in Aix-en-Provence, wo die Zidanes eine Fußballanlage betreiben: Z5 heißt sie, Futsal wird hier gespielt, Plätze können gemietet werden, aber auch Nachwuchs wird hier ausgebildet. Ein sympathisches Projekt, zumindest nichts, wogegen man allzu viel haben könnte. Ausgerechnet hier hatte sich Zemmours Faschistentruppe für zwei Stunden zum Kicken eingemietet – mit einbestellten Fotografen und Kamerateams, und Eric Zemmour erschien auch in sauberem neuen Trikot auf dem Platz und wollte sich als kämpferischer Sportkamerad inszenieren. Zum Glück war Noureddine Zidane anwesend, der die passenden Worte sprach: „Schafft sie hier raus. Alle.“ Die Mitarbeiter von Z5 schoben Faschisten und Reporter gleichermaßen sanft vom Gelände, und damit war eigentlich zweierlei klargemacht: Zum einen, dass Nazis auf stets unangenehme Weise den Fußball nutzen, um sich zu inszenieren. Und zum anderen, dass der Fußball es schafft, sich mit der ihm eigenen politischen Kraft dagegen zu wehren

via taz: Familie Zidane gegen Rechtsextremisten – Keinen Fußballplatz für Nazis

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