Thüringer Strafverfolger haben nach NDR-Informationen eine Neonazi-Gruppe wegen bandenmäßigem Drogenhandel und der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Ein Jahr nach einer Großrazzia gegen die rechtsextreme Gruppe “Turonen” in Thüringen hat die Staatsanwaltschaft Gera nun sechs Männer und drei Frauen wegen bandenmäßigem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln angeklagt. Den Angeschuldigten wird “in unterschiedlicher Tatbeteiligung”, wie ein Sprecher der Behörde auf Anfrage des Rechercheformats STRG_F mitteilte, eine Vielzahl von Fällen des Drogenhandels vorgeworfen. Sieben der insgesamt neun Beschuldigten legt die Anklagebehörde außerdem die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Last. Die Ermittler gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Täter und Täterinnen die rechtsextremen Strukturen genutzt haben, um Taten aus dem Bereich der organisierten Kriminalität zu begehen. (…) Neben den Hauptvorwürfen klagte die Staatsanwaltschaft bei einzelnen Beschuldigten auch andere Delikte an. Dabei geht es um Vorwürfe der schweren Zwangsprostitution, der Geldwäsche und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

via tagesschau: Neonazis in organisierter Kriminalität – Anklage gegen neun Verdächtige