Vor rund einem Jahr mündete ein Polizeieinsatz in Chemnitz-Reichenbrand in einen Schusswechsel. Beim Prozessauftakt am Dienstag ergriff auch der Angeklagte das Wort. Martin W. (34), der sich selbst als Reichsbürger bezeichnet und Anhänger der rechtsextremen Gruppierung Pro Chemnitz ist, soll mit einer Schreckschusswaffe auf Beamte gefeuert haben. Zum Prozessauftakt am Amtsgericht Chemnitz stellt der Angeklagte den Ablauf anders dar. März 2021, 7.10 Uhr: Polizisten standen vor der Wohnung von Martin W. im Ortsteil Reichenbrand. Sie wollten ihn für sechs Tage in Erzwingungshaft stecken, weil er ein Bußgeld von 210 Euro nicht gezahlt hatte. Da nach dem Klingeln niemand öffnete, eilte ein Schlüsseldienst herbei und bohrte das Schloss auf. In der Anklage heißt es, dass Martin W. “begann, mit einer Schreckschusspistole nach den Beamten zu schießen”. Diese erwiderten das Feuer und trafen den Chemnitzer dreimal in Brust und Bauch.
via tag24: CHEMNITZER REICHSBÜRGER FEUERTE AUF POLIZISTEN, JETZT STEHT ER VOR GERICHT