Russische Soldaten beim Aufbau eines Krasucha-4-Systems: Das nun entdeckte Exemplar wird auf dem Landweg zunächst nach Deutschland gebracht. Mit dem Krasucha-4-System kann sich Russlands Armee vor feindlichem Radar schützen und Drohnen vom Himmel holen. Westliche Geheimdienste haben großes Interesse an der Technik – und können sie jetzt studieren. In einem Waldstück bei Kiew sind ukrainische Soldaten auf ein verlassenes, kaum getarntes Stück russischer Militärtechnik gestoßen, dessen Verlust den Kreml noch schmerzen könnte. Bei dem containerförmigen Lkw-Aufbau handelt sich um eine Kommandostation des Krasucha-4-Systems, auf das westliche Geheimdienste schon lange mit Neid und Sorge blicken. Krasucha-4 ist gefürchtet, weil es in einem Umkreis von bis zu 300 Kilometern Signale von GPS-Satelliten stören und Radarsysteme aufspüren und blockieren kann – wie beispielsweise die Nato-Flugzeuge vom Typ Awacs, die vom Nato-Luftraum aus auch im Ukraine-Krieg Aufklärung betreiben.
Krasucha-4-System soll in die USA geflogen werden. Die russische Armee nahm Krasucha-4 im Jahr 2010 in Dienst und soll das System im Syrienkrieg erfolgreich gegen türkische Drohnen vom Typ “Bayraktar TB-2” eingesetzt haben. Offenbar ist das System in der Lage, die Elektronik der Drohne derart zu stören, dass sie abstürzt. Die ukrainische Armee verfügt ebenfalls über mehrere Bayraktar-Drohnen und setzt diese offenbar sehr geschickt und erfolgreich gegen die russische Armee ein. Auch deshalb dürfte der Verlust des Krasucha-4-Systems Putins Invasionstruppen noch Probleme bereiten. Unklar ist, ob sich noch weitere Exemplare des Krasucha-4 in der Ukraine befinden. 

via t-online: In Wald entdeckt – Russische Armee verliert offenbar Hightech-System

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