Der Fall hat in Sassnitz auf Rügen für Wirbel gesorgt: Ein Mitglied der berüchtigten Motorrad-Rocker „Bandidos“ will Stadtvertreter werden. Die AfD stellte ihren Vertreter René J. zur Wahl auf. Jetzt sollte er tatsächlich ins Gremium aufrücken, wollte aber nicht mehr. Eine Razzia mit Waffen-Funden spielt dabei womöglich eine Rolle.

via oz: Rügen: „Bandidos“-Rocker wäre fast Stadtvertreter in Sassnitz geworden

siehe dazu auch: „Bandidos“-Rocker zur Kommunalwahl löst Streit in AfD aus. Ein Mitglied des berüchtigten Motorradclubs kandidiert für die AfD in Sassnitz. Zwei Kreischefs der Partei widersprechen sich, Landeschef Holm kündigt Untersuchung an. Auch die CDU ist jetzt wegen der Personalie in Erklärungsnot. Die Aufstellung eines Mitglieds der berüchtigten Motorrad-Rocker „Bandidos“ zur Kommunalwahl in Sassnitz sorgt bei der AfD und außerhalb für erhebliche Turbulenzen. René Jens soll Ende Mai in die Gemeindevertretung einziehen, er steht auf Platz drei der örtlichen AfD-Liste. Im Privatleben ist er Motorrad-Rocker der Bandidos, denen das Landeskriminalamt Kontakte organisierte Kriminalität (LKA) zurechnet. Wie Jens auf die Liste kam, dazu widersprechen sich die beiden AfD-Sprecher im Kreis Vorpommern-Rügen. (…) Ausgerechnet die CDU hat aber offenbar selbst ein Problem mit der Causa René Jens. Das Bandidos-Mitglied betreibt eine Sicherheitsfirma auf Rügen. Auf seiner Internetseite gibt Jens einen Empfang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Greifswald und einen CDU-Neujahrsempfang in Stralsund als Referenzen an. Ein Foto, das AfD-Mann Kruschewski im Internet verbreitet, zeigt den Bandido als Bodyguard in schwarzem Anzug Seite an Seite mit der Kanzlerin. CDU-Geschäftsführer Klaus-Dieter Götz erklärt: „Wir haben nie diesen Sicherheitdienst beauftragt.“

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