Jan Josef Liefers steuert ein neues Filmchen zur #allesaufdentisch-Kampagne bei. Mit „Querdenkern“ will er jedoch nicht in eine Ecke gestellt werden. (…) Der will nach wie vor kein „Querdenker“ sein, nur weil er „nicht Gefolgschaft leistet“, wie er es formuliert. Gefolgschaft klingt nach Untertan, womit wir wieder bei der DDR wären. Was er weiter als Übel markiert, ist der „Applaus von der falschen Seite“ – „ich kenne es aus der DDR“ (sic) -, der das „große Schreckgespenst“ bzw. „Totschlagargument“ sei. Weiter würde man jedoch kommen, wenn man diesen einpreise. Aus den Händen müsse man der „falschen Seite“ die Inhalte nehmen, sie dürfe nicht „unsere Debatte“ bestimmen oder entscheiden, was wir sagen und was nicht. Zunächst einmal: Wenn die „falsche Seite“ klatscht, dann tut sie das, weil das Kommunizierte mit deren Inhalten kompatibel ist. Das ist kein Totschlagargument, sondern Fakt. Was Liefers von sich gibt, ist nun einmal schon alleine durch das Framing „Querdenker“-Sprache, entsprechend schiebt er sich in diese Ecke selbst. Er wählt die DDR als Begleiterin seiner Aussagen und stellt eine Assoziationskette her, weil, das weiß Liefers ganz genau, die DDR mit Diktatur, Unfreiheit und Unterdrückung verbunden wird – und das die Keywords der „Querdenker“-Truppe sind. Es ist also ganz einfach: Wer Dinge so sagt und wohl auch so meint, wie es die Rechten und die „Querdenker“ auch sagen und meinen, der bekommt den Applaus, den er verdient.

via fr: #ALLESAUFDENTISCH – Jan Josef Liefers in „Querdenker“-Höchstform – Corona und die DDR-Diktatur

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Categories: Rechtsextremismus