Der Landesvorsitzende der AfD in Niedersachsen hatte die AfD-Kandidatenliste für die Bundestagswahl in seinem Bundesland kritisiert. Der AfD-Bundesvorstand prüft deshalb offenbar eine Amtsenthebung. In der Partei brechen derzeit allerlei Konflikte auf. Der AfD-Bundesvorstand könnte demnächst Ordnungsmaßnahmen gegen den Landesvorstand der Partei in Niedersachsen prüfen. Das geht aus der vorläufigen Tagesordnung für eine Sitzung der Parteispitze am Freitag in Berlin hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Vor einer möglichen Abstimmung über eine Amtsenthebung des Vorstandes würde der dem rechten Lager zugerechnete Landesvorsitzende Jens Kestner aber auf jeden Fall erst in einer der folgenden Sitzungen befragt und angehört werden. Im Februar hatte der niedersächsische Landesvorstand bei der Landeswahlleitung Zweifel an der Gültigkeit der bisherigen Kandidatenliste für die Bundestagswahl geäußert, die im Dezember 2020 aufgestellt worden war. Bei der ursprünglichen Aufstellung hatte das Kestner-Lager den Kürzeren gezogen. Moderatere Kräfte, die die ursprüngliche Liste dominierten, hielten die Formfehler für inszeniert und sahen in der Neuaufstellung den letztlich erfolglosen Versuch, das Kräfteverhältnis umzukehren

via rnd: AfD-Spitze will womöglich Niedersachsen-Vorstand des Amts entheben