Bisher etwa 180 Festnahmen am Demowochenende + Trotz Verboten ziehen erneut tausende Protestierende durch Berlin. Kritiker der Corona-Maßnahmen ziehen durch Friedrichshain, Mitte und Prenzlauerberg. Das Presseteam der Polizei wurde angegriffen, einige Teilnehmer versuchen, Absperrungen zu durchbrechen. (…) Die Kundgebung der Querdenker-nahen Partei “Die Basis” war zunächst verboten worden. Dann kippte aber ein Gericht dieses Verbot wieder. Der Veranstalter musste ein Hygienekonzept mit Masken- und Abstandspflicht vorlegen. Doch ebenso wie gestern auf dem Leipziger Platz interessiert das die Teilnehmenden offenbar nicht besonders. Niemand trägt einen Mund-Nasen-Schutz. Und langsam wird es auch enger. Bei der “Basis”-Kundgebung am Leipziger Platz hat sich inzwischen die Kunde vom Kessel in Prenzlauer Berg herumgesprochen. Die Empörung ist groß. Ein Redner klagt, so etwas sei “seit 1945 nicht mehr vorgekommen”, dies sei “Zeitgeschichte”. Er kündigt an, nun zur Danziger Straße zu laufen, um seine eingekesselten Freunde dort herauszuholen. Sein Nebenmann erklärt ihm, der Weg sei recht lang. 
Ein anderer Redner beschimpft die anwesenden Polizisten, sie würden “das eigene Volk drangsalieren”. Kurz darauf entschuldigt er sich bei den anderen Teilnehmern, dass er mit seinem Wutausbruch soeben gegen die “Säule der Achtsamkeit” seiner Partei verstoßen habe.
Polizeisprecher Martin Halweg bestätigte dem Tagesspiegel einen Angriff mit einem Pflasterstein auf den Einsatzwagen des Presseteams der Berliner Polizei in der Marienburger Straße. Am Auto entstand nur ein leichter Schaden, die Täter konnten bisher nicht ausfindig gemacht werden. Zuerst hatte der RBB-Reporter Olaf Sundermeyer auf  Twitter über den Angriff berichtet. In der Rykestraße im Kollwitzkiez sind weitere hundert Menschen aus dem Querdenken-Spektrum von der Polizei eingekesselt worden. Zuvor gab es Tumulte weil sich Querdenker mit dem festgenommenen Holcaustleugner Reza Begi solidarisierten und die Polizei als „Waffen-SS“ beschimpften. Ein Teilnehmer sprach in dem Kontext davon, dass Holocaustleugnung „auch eine Meinung sei, die man respektieren müsste.“  

via tagesspiegel: Querdenker protestieren erneut in Berlin – Demonstranten werfen Pflastersteine auf Polizei-Presseteam

siehe auch: Tausende Querdenker widersetzen sich Demo-Verboten. Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Politik gehen über die Karl-Marx-Allee in Richtung Alexanderplatz: Auch am Sonntag finden in Berlin, teils trotz Verboten, Demonstrationszüge statt. Erneut haben sich in Berlin wieder Tausende Querdenker versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Anwohner wehren sich. Ein Überblick über die Proteste. Etwa 2.200 Polizisten sind am Sonntag in Berlin im Einsatz, um die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen zu begleiten. Einige der Kundgebungen waren zwar wegen erwartbarer Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetzt verboten worden. Die Beamten sind trotzdem mit ungenehmigten Aufmärschen beschäftigt