Immer wieder sorgen rassistische Gesänge und Beleidigungen gegen Spielerinnen und Spieler für Spielabbrüche im Amateurfußball. Einen weiteren solchen Vorfall gab es nun in der Lausitz beim Saisonauftakt der Kreisoberliga Westlausitz. In der Kreisoberliga Westlausitz ist am Sonnabend das Spiel zwischen dem Hoyerswerdaer FC (HFC) und dem SV Post Germania Bautzen abgebrochen worden. Der Grund waren wiederholt rassistische Äußerungen von Teilen der Bautzener Zuschauer gegen einen Spieler des HFC. Zwölf Minuten vor Schluss beendete der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 7:0 für Hoyerswerda vorzeitig. Der Präsident des HFC, Bernd Ziemann, sagte der Sächsischen Zeitung, beide Mannschaften hätten das Spiel beenden wollen. Diese Bitte habe der Schiedsrichter allerdings abgelehnt. “Er hatte auch keinen Ermessensspielraum”, so Ziemann. Der HFC-Präsident hat keinerlei Verständnis für das Verhalten der betreffenden Zuschauer. “Man kann zu Ausländern stehen, wie man will, aber Beleidigungen gehören sich ganz einfach nicht”, erklärte er gegenüber der Zeitung. Statement des Vereins “Am Ende sind die Spieler, die Zuschauer und der Fußball bestraft worden, für das Verhalten einer kleinen Gruppe. Das kann nicht im Sinne des Amateur-Sports sein”, teilte HFC-Trainer Stefan Hoßmang in einem Statement auf der Internetseite des Vereins mit.

via mdr: Kreisoberligaspiel in Hoyerswerda nach rassistischen Beleidigungen abgebrochen