Die ultrakonservative Werte-Union fordert die Aufstellung eines CDU-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen. Das Thüringer Landesparlament entschied am Freitag über ein Misstrauensvotum, das die AfD-Fraktion gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow Dabei müsse man sich von allen demokratisch legitimierten Mitgliedern des Landtags wählen lassen – auch von der AfD, sagte der neue Vorsitzende Max Otte der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn ich gewählt werde, ist mir egal, von wem ich gewählt werde”, sagte Otte. „So verstehe ich Demokratie.” Thüringer CDU ist entrüstet Die Thüringer CDU lehnte seine Forderung ab und zeigte sich entrüstet. „Die AfD ist gerade in Thüringen in weiten Teilen rechtsextrem und das Schielen auf ihre Stimmen – egal wo – völlig indiskutabel”, machte Generalsekretär Christian Herrgott klar. Ein bürgerlicher Ministerpräsident entspräche den Mehrheitsverhältnissen im Thüringer Landtag, so Otte. „Es wäre richtig, wenn die CDU einen eigenen Kandidaten für ein konstruktives Misstrauensvotum aufstellte.” Man wäre zwar angewiesen auf die AfD, hätte dann aber dennoch einen CDU-Ministerpräsidenten. Otte sagte, er stehe weiter dazu, dass die Werte-Union weder mit AfD noch mit den Linken zusammenarbeite. Aber: „Gewählt werden darf man in einem demokratisch legitimierten Parlament immer noch von jedem Abgeordneten. Die Wahl eines CDU-Ministerpräsidenten, auch mit Stimmen der AfD, ist ein durch und durch demokratischer Vorgang.” (…) Thüringens CDU-Generalsekretär sagte, die Werteunion habe in ganz Deutschland nicht einmal halb so viele Mitglieder wie die CDU allein in Thüringen. „Unsere Partei hat keine Ratschläge von diesem randständigen Kleinst-Verein nötig.” Otte habe sich in Thüringen bislang auch noch nicht blicken lassen.
via pnn: Werte-Union für CDU-Kandidaten – auch mit AfD-Stimmen

Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Max_Otte” title=”User:Max Otte”>Max Otte</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0 de, Link