Hakenkreuze, SS-Runen, Davidstern: Im großen Stil ist am Pfingstwochenende in und um Salzwedel geschmiert worden, teils antisemitisch und rassistisch. Das gesamte Ausmaß ist noch nicht bekannt, aber schon jetzt erschreckend. Bei der Polizei sind mehrere Strafanzeigen erstattet worden. Volksverräter, Hakenkreuze, SS-Runen, Davidsterne: Salzwedel und Orte in der Verbandsgemeinde Beetzendorf/Diesdorf sind am Pfingstwochenende massiv mit antisemitischer und rassistischer Symbolik verschandelt worden. Betroffen waren nach erstem Kenntnisstand Häuser, Wahlplakate und Gehwege. Unterdessen haben mehrere Westaltmärker im Gespräch mit der Volksstimme erklärt, Strafanzeige erstattet zu haben oder dies noch vorzuhaben. Antisemitische und rassistische Sprühereien sind aufs Schärfste zu verurteilen. „Die Hakenkreuze wurden teils schon übersprüht“, sagt Martin Burgdorf vom Verein Miteinander in Salzwedel. Und diese hätten sich nicht nur auf Wahlplakaten wiedergefunden, sondern auch an mehreren Fachwerkhäusern in der Altperverstraße oder auch der Fußgängerunterführung an der Schillerstraße. Besonders perfide: In der Unterführung trennt eigentlich eine Linie den Begegnungsverkehr, damit keine Fahrräder zusammenstoßen. Dort hätten die Täter auf den Boden gesprüht, dass eine Gehweghälfte nur Weißen vorbehalten sei, ärgert sich Burgdorf: „Antisemitische und rassistische Sprühereien sind aufs Schärfste zu verurteilen.“

via volksstimme: Hakenkreuze und SS-Runen in Salzwedel – Wahlplakate, Hauswände und Gehwege beschmiert